Harnwegsinfekt

Der Harnwegsinfekt (HWI) wird in der S3-Leitlinie zu Harnwegsinfekten als eine symptomatische Infektion der ableitenden Harnwege definiert. Bekanntermaßen führt die deutlich kürzere Harnröhre der Frau zu einer gewissen Anfälligkeit, was sich auch in rezidivierenden Infektionen äußern kann. Es wird in die unkomplizierte und komplizierte HWI unterteilt. Zum unkomplizierten Harnwegsinfekt gehören sowohl die akute unkomplizierte Form der Blasenentzündung (Zystitis) als auch der Nierenbeckenentzündung (Polynephritis). Im Falle einer Schwangerschaft wird ein Harnwegsinfekt grundsätzlich als kompliziert eingestuft. Zur Therapie führt die Leitlinie mehrere Wege auf. Der Einsatz von Antibiotika und Analgetika ist nur bei der Hälfte der Fälle notwendig. Alternativ gibt es bestimmte pflanzliche Präparate wie Cranberry, Kapuzinerkresse, Meerrettichwurzel, Bärentraubenblätter oder Extrakte der Echten Goldrute. Auch eine Aromatherapie mittels ätherischer Öle wird in Fachartikeln erwähnt. Bei häufig rezidivierender Blasenentzündung kann auch D-Mannose empfohlen werden.

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