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Management
News-Ticker
14.9.2020

Vaginale Estrogentherapie hilft bei rezidivierenden Harnwegsinfekten

Vor sieben Jahren schlugen die International Society for the Study of Women’s Sexual Health (ISSWSH) und die North American Menopause Society (NAMS) die Bezeichnung „Genitourinary Syndrome of Menopause“ (GSM) statt der hergebrachten Bezeichnungen „atrophische Vaginitis“ und „vulvovaginale Atrophie“ vor. Symptome sind u. a. Dysurie, häufiger und imperativer Harndrang sowie rezidivierende Harnwegsinfekte. Solche wiederkehrenden Infektionen betreffen 10–15 % aller Frauen über 60 und fast 50 % aller Patientinnen mit GSM. Dennoch wird GSM relativ selten diagnostiziert, weil ein systematisches Screening oft unterbleibt.

Eine Arbeitsgruppe des Duke University Hospital in North Carolina (USA) hat die Daten zur Prävention rezidivierender Harnwegsinfekte nach der Menopause analysiert. Sie zogen dazu 31 Studie heran, in denen der Nutzen lokaler Estrogenpräparate untersucht wurde. In ihrer Zusammenfassung betonen sie „Empfehlungen für lokale Vaginalhormonpräparate“, die letztlich auch Einzug in die neue Leit­linie der American Urological Association, Canadian Urological Association und Society of Urodynamics, ­Female Pelvic Medicine and Urogenital Reconstruction Guidance hielt. Untersucht wurden Estradiolcremes, -ringe und -einlagen, Cremes mit konjugierten equinen Estrogenen sowie Einlagen mit Dehydroepiandrosteron. Systemischer Hormonersatz ist für den Einsatz gegen rezidivierende Harnwegsinfekte nicht angezeigt.

14.9.2020

Verbesserte Chancen durch Mobile Stroke Units

Die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten ist in Deutschland bereits auf einem sehr hohen Niveau, aber immer noch optimierbar. Ein Forscherteam um den Neurologen Prof. Dr. Heinrich Audebert (Berlin) hat deshalb untersucht, ob eine Versorgung der Schlaganfallpatienten in spezialisierten Rettungswagen – Mobilen Stroke Units (in Berlin „Stroke Einsatz-Mobile“ bzw. „STEMO“) – direkt an der Einsatzstelle wirksam sein kann.

Die Mobilen Stroke Units sind mit einem Computertomografen, einem Minilabor und einem auch als Notarzt ausgebildeten Neurologen technisch und personell für die Diagnostik und Behandlung von Schlaganfallpatienten ausgerüstet. Zwischen Februar 2017 und Mai 2019 analysierten die Forscher, wie sich die Versorgung mit den Mobilen Stroke Units in Berlin auf den Genesungsverlauf von Schlaganfallpatienten auswirkt.

Bei 749 Patienten, die in Mobilen Stroke Units behandelt wurden, zeigte sich im Zuge der Analyse eine um 26 % niedrigere Wahrscheinlichkeit für Tod oder Behinderungen nach einem Schlaganfall im Vergleich zu 794 Studienteilnehmern, die erst im Krankenhaus versorgt wurden. 60 % der Patienten, die in den speziellen Rettungswagen behandelt wurden, erhielten eine prähospitale Thrombolyse mit Alteplase, während diese Behandlung nur 48 % der Erkrankten, die erst im Krankenhaus versorgt wurden, bekamen. Ein weiterer Vorteil: Die Zeit bis zur ersten Behandlung war für Patienten der Mobilen Stroke Units zudem rund 20 Minuten kürzer.

„Wir hatten erwartet, dass Schlaganfallerkrankte bessere Überlebens- und Genesungschancen haben, wenn ihnen schon auf dem Weg ins Krankenhaus geholfen werden kann, waren vom Ausmaß des Effektes dann aber doch beeindruckt“, betonte Audebert.

14.9.2020

Rheuma und COVID-19

Die Europäische Liga gegen Rheuma (EULAR) hat Ende März eine europäische Forschungs-Datenbank eingerichtet. Ziel ist die Überwachung und Meldung von Covid-19-Fällen bei Kindern und Erwachsenen mit rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen. EULAR ermutigt Rheumatologen aus ganz Europa, alle ihnen bekannten Fälle von Covid-19 bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, unabhängig vom Schweregrad (einschließlich asymptomatischer Patienten, die durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckt wurden), auf der Plattform zu melden. Das Verstehen weniger schwerer oder sogar leichter Fälle wird dazu beitragen können, das Verständnis für diejenigen, die die schwerste Form der Erkrankung entwickeln, zu verbessern. „Es besteht ein dringender Bedarf, die Ergebnisse von Patienten zu verstehen, die an ­Covid-19 erkrankt sind und gleichzeitig Steroide, synthetische oder biologische krankheitsmodifizierende Antirheumatika und nicht steroidale Entzündungshemmer erhalten. Dies wird Rheumatologen und andere Kliniker, z. B. Fachkrankenschwestern, bei der Beratung ihrer Patienten ­unterstützen und deren Betreuung verbessern“, erläuterte Dr. Pedro Machado (London). Die Datenbank kann hier eingesehen werden: www.eular.org/press_releases.cfm.