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Abrechnung

Besondere Versorgung via DermaOne-Vertrag jetzt auch für Neurodermitis-Patienten

18.1.2022

Die Techniker Krankenkasse (TK) und der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) haben ihren seit April 2019 geltenden bundesweiten Vertrag nach § 140a SGB V zur besonderen Versorgung von Schuppenflechte-Patienten um die Indikation Neurodermitis erweitert. Zudem verringert sich der bürokratische Aufwand für teilnehmende Dermatologen, meldet der BVDD. Der erweiterte Vertrag mit dem Namen „DermaOne“ gilt ab dem 1. Januar 2022.

DermaOne soll die leitliniengerechte Versorgung von Menschen mit der Diagnose „mittelschwere bis schwere Psoriasis“ und/oder „mittelschwere bis schwere Neurodermitis“ durch gezielte Maßnahmen verbessern. Der bundesweit geltende Vertrag ist konzipiert für Patienten, die eine indikationsgerechte Behandlung mit Biologika, PDE-4-Hemmern, JAK-Inhibitoren oder Fumaraten erhalten.

Neben der TK, die die Verhandlungen mit dem BVDD geführt hat, waren bereits zehn weitere Krankenkassen (BARMER, DAK, HEK, hkk, IKK classic, KKH, Novitas BKK, pronova BKK, R+V BKK und VIACTIV) dem früheren Psoriasis-Vertrag beigetreten. Diese übernehmen nun auch den DermaOne-Vertrag. Insgesamt erreicht das Angebot damit knapp 33 Millionen Menschen und damit rund 45% der gesetzlich Versicherten. Dem Vertrag können weitere Krankenkassen beitreten.

Auf ärztlicher Seite steht DermaOne zugelassenen, angestellten oder ermächtigten Dermatologen offen, die BVDD-Mitglied sind, über umfangreiche Erfahrung in der Behandlung der Schuppenflechte und/oder der Neurodermitis mit immunmodulierenden Arzneimitteln wie Fumaraten, Biologika, JAK-Inhibitoren oder PDE-4-Hemmern verfügen und sich regelmäßig zu den beiden Krankheitsbildern fortbilden. Die teilnehmenden Dermatologen erhalten für die aufwendige Versorgung von Menschen mit Schuppenflechte und/oder Neurodermitis mit den genannten Arzneimitteln Pauschalen außerhalb der budgetierten Vergütung sowie zusätzlich Wirtschaftlichkeitsboni bei der Verordnung rabattierter Arzneimittel.

Das bereits aus dem Psoriasis-Vertrag bewährte ‒ und nun um JAK-Inhibitoren und Fumarate ergänzte ‒ Ampelsystem für Arzneimittel bleibt erhalten. Es wird regelmäßig aktualisiert und informiert Ärzte über den therapeutischen Nutzen und die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Arzneimittel. Für zusätzliche Attraktivität des Vertrags auf ärztlicher Seite sorgt ein Abbau der Dokumentationspflichten.

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