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Geriatrie

Ärztlicher Pandemierat ins Leben gerufen

27.7.2021

Zum interdisziplinären Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die Bundesärztekammer den Ärztlichen Pandemierat ins Leben gerufen. Prof. Dr. Jürgen M. Bauer, Leiter des Geriatrischen Zentrums am Universitätsklinikum Heidelberg, machte sich für die Belange der geriatrischen Patienten stark.
Vom Gremium wurden drei konkrete Empfehlungen veröffentlicht:
• Weiteres Vorgehen zum Umgang mit dem epidemischen Geschehen
• Empfehlungen für eine an wissenschaftliche Erkenntnisse angepasste Teststrategie in Senioreneinrichtungen
• Schutzkonzept für Alten- und Pflegeheime: Lessons Learned


Mit der Frage, wie die Alten- und Pflegeheime in der Pandemie besser geschützt werden können, beschäftigt sich die Arbeitsgruppe „Vulnerable Gruppen“ von Bauer. In dem Positionspapier „Schutzkonzept für Alten- und Pflegeheime: Lessons Learned“ hat sie darauf Antworten formuliert. „Mit unserem Positionspapier wollen wir Perspektiven für die Zukunft aufzeigen, damit die Situation vor Ort vorausschauend verbessert werden kann“, so Bauer. Die notwendige externe Unterstützung, wie z. B. Hilfe durch die Bundeswehr, kam nur langsam in Gang. Es muss in bessere Strukturen investiert werden, um die Herausforderungen zukünftiger Pandemien besser zu bewältigen. Der Fachkräftemangel spielt eine weitere Rolle. Erkrankungen unter dem Personal und die Umsetzung von Quarantäneanordnungen haben die Situation noch schwieriger gemacht. Demzufolge ist es wichtig, eine gute Personalstärke aufzubauen. Zudem muss das Personal regelmäßig geschult werden. Die Einbindung der Hausärzte ist ein weiterer unerlässlicher Faktor für ein effektives Schutzkonzept.
Eine Antwort auf die Frage, wie Corona-Prävention kompatibler mit den Anforderungen der heutigen Gesellschaft gestaltet werden können, gibt die AG „Ausstiegszenario“ des Ärztlichen Pandemierats in dem Positionspapier „Weiteres Vorgehen zum Umgang mit dem epidemischen Geschehen“. Die höchste Priorität hat dabei der Ausbau der flächendeckenden Impfung. Die Impfprioritäten brauchen Flexibilität, um auf der Basis der aktuellen wissenschaftlich-medizinischen Erkenntnisse sowie der steigenden Verfügbarkeit an Impfstoff Anpassungen vornehmen zu können. Um dies zu gewährleisten, sollten auch bürokratische Hemmnisse abgebaut werden. Die Abstands- und Hygienemaßnahmen müssen weiter bestehen bleiben. Auch eine Verbesserung der Test- und Präventionsstrategien muss erfolgen.

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V., März 2021

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