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Gynäkologie

Lunch-Symposium

Endometriose- und Myomtherapie

Dr. rer. nat. Reinhard Merz

30.3.2026

Endometriose und Uterusmyome gehören zu den häufigsten benignen gynäkologischen Erkrankungen und stellen aufgrund chronischer Schmerzen, Blutungs­störungen und eingeschränkter Lebensqualität eine erhebliche klinische Herausforderung dar. Die aktuelle Versorgung basiert zunehmend auf evidenzbasierter Diagnostik, strukturierter Patientinnenberatung sowie einer langfristig angelegten hormonellen Therapie. Dies wurde in einem praxisorientierten Vortrag zur Anwendung der Leitlinien in der gynäkologischen Sprechstunde sowie zur Behandlung myombedingter Symptome diskutiert.

Endometriose ist ein komplexes Krankheitsbild mit bislang unvollständig geklärter Pathogenese. Leitlinien empfehlen bei Verdacht auf Endometriose zunächst eine strukturierte Anamnese mit Fokus auf die klassischen Leitsymptome (Dysmenorrhö, Dysurie, Dyschezia, Dyspareunie) sowie eine transvaginale Sonografie als primäre Bildgebung. Ergänzend kann bei unklaren Befunden eine MRT-Diagnostik erfolgen. Ein wesentliches Ziel ist die frühzeitige konservative Therapieeinleitung, auch ohne operativen Nachweis, sofern klinischer Verdacht besteht.

Die medikamentöse Behandlung bildet das Fundament der Endometriosetherapie. Als etablierte Erstlinientherapie gilt das Gestagen Dienogest (2 mg täglich), das entzündliche Prozesse und die hormonabhängige Aktivität endometrialer Herde reduziert. Bei unzureichendem Therapieerfolg oder nach Operation können GnRH-Antagonisten als Zweitlinientherapie eingesetzt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Kombinationstherapie z. B. mit Relugolix, das sich als zentraler Bestandteil der Behandlung eta­bliert hat. Durch die Hemmung der GnRH-Rezeptoren wird die ovarielle Hormonproduktion unterdrückt, während die Add-back-Therapie klimakterische Nebenwirkungen und Knochendichteverlust reduziert. Klinische Studien zeigen, dass eine Therapie mit Relugolix-Kombination auch bei Uterusmyomen den menstruellen Blutverlust deutlich reduziert und bei einem großen Teil der Patientinnen zu Amenorrhö führt. Gleichzeitig verbessert sich der Hämoglobinwert und damit die körperliche Leistungsfähigkeit.

Lunch-Symposium „Die Relugolix-Kombinationstherapie in der Praxis – von der Patientenerwartung zur Therapie“ (Veranstalter: Gedeon Richter Pharma GmbH)

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