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Kongress-Ticker

Adipositas

Insulinwirkung im Gehirn

22.5.2024

Das Gehirn ist ein insulinsensitives Organ. „Eine Reihe von Menschen weist jedoch eine Insulinresistenz im Gehirn auf“, erklärte Prof. Dr. med. Stephanie Kullmann (München). Häufig sei dies im Zusammenhang mit Adipositas zu beobachten.

Darüber hinaus gebe es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. So verändere sich die Insulinwirkung bei Frauen im Laufe des Menstruationszyklus: In der Follikelphase führte die Stimulation der Insulinwirkung im Gehirn zu einer Verbesserung der Ganzkörper-Insulinsensitivität. In der Lutealphase dagegen hat die Insulinaktivität im Gehirn keinen solchen Effekt, so Kullmann. Insulin im Gehirn beeinflusst das Hungergefühl sowie das Verlangen und die Belohnungsaspekte der Nahrungsaufnahme. Dieser Prozess werde durch Übergewicht und das Geschlecht, aber auch das Alter beeinflusst.

„Interessanterweise zeigt vor allem der Hippocampus eine Abnahme der Insulinwirkung bei Frauen nach dem 50. Lebensjahr, während sich die Insulinwirkung im Hippocampus bei Männern mit zunehmendem Alter zwischen 20 und 70 Jahren nicht verändert“, erklärte Kullmann weiter.

Aktuelle Daten legen außerdem nahe, dass die Insulinresistenz des Gehirns unabhängig von der peripheren Insulinresistenz zu kognitiven Beeinträchtigungen beitragen könnte.

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