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Neurologie

Adipositas und Hypertonie

2.8.2021

Eine Studie unter Leitung des Helmholtz Zentrums München wies erstmals die Rolle von Astrozyten im Hypothalamus bei Adipositas-bedingter Hypertonie nach. Zudem zeigten sie, dass das Hormon Leptin an der Verdichtung von Blutgefäßen im Hypothalamus adipöser Mäuse beteiligt ist – was zur Hypertonie beiträgt.

Bekannt war, dass das an der Steuerung von Hunger- und Sättigungsgefühl beteiligte Leptin mit einem erhöhten Blutdruck in Verbindung steht. Die Mechanismen, die zur Verdichtung der Blutgefäße führen, waren jedoch noch nicht entschlüsselt. Die Münchner konnten in ihren Untersuchungen nun beobachten, dass adipöse Mäuse keine Verdichtung der Blutgefäße im Hypothalamus ausbildeten, wenn ihnen Leptin fehlte. Wurde der Leptinspiegel erhöht, kurbelten jedoch Astrozyten die Produktion eines Wachstumsfaktors an, der das Wachstum der Gefäße fördert. Die Anzahl der Gefäße war dann nur im Hypothalamus erhöht und in keiner anderen Gehirnregion.
Die Ergebnisse entsprechen einem Paradigmenwechsel im Verständnis, wie der Hypothalamus den Blutdruck bei Adipositas kontrolliert. Zuvor hatte sich die Forschung hier hauptsächlich auf Neuronen konzentriert, während Astrozyten als weniger relevant galten.

News des Helmholtz Zentrums München, Juni 2021

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