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Allgemeinmedizin

Migräneprophylaxe

Weniger Kopfschmerztage, weniger Depressionen

6.10.2023

Migränepatienten leiden häufig auch unter Depressionen. Mit einer effektiven Anfallsprophylaxe durch CGRP-Antikörper wie Fremanezumab lässt sich nicht nur die Zahl der Migränetage senken, sondern auch die Depression bessern.

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Komorbiditäten bei Migränepatienten. Und zwischen Migräne und Depression besteht eine wechselseitige Beziehung: Patienten mit komorbider Depression haben ein erhöhtes Risiko für eine Chronifizierung ihrer Migräne. Außerdem haben sie mehr Kopfschmerztage und sind stärker im Alltag beeinträchtigt als Migränepatienten ohne Depressionen.

Migräneprophylaxe bei Erwachsenen

„Bei einer effektiven Migräneprophylaxe erleben wir in der Praxis, dass neben einer Verbesserung der Migräne in vielen Fällen auch eine Besserung der depressiven Symptomatik eintritt“, so die Erfahrung der niedergelassenen Neurologin Dr. med. Astrid Gendolla (Essen). Eine wirksame Vorbeugung von Migräneattacken bieten die monoklonalen Antikörper gegen das an der Pathophysiologie der Migräne beteiligte CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide). Fremanezumab ist ein solch monoklonaler, humanisierter Antikörper, der an CGRP bindet und dadurch beide CGRP-Isoformen (α- und β-CGRP) an der Bindung an den CGRP-Rezeptor hindert. Fremanezumab ist zugelassen für die Migräneprophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat.

Deutlicher Rückgang der Symptomatik unter Fremanezumab.

Dass mit der Anfallsprophylaxe auch die Depressionen erträglicher werden, konnte in der aktuellen placebokontrollierten UNITE-Studie belegt werden, die auf dem diesjährigen Kongress der American Headache Society (AHS) vorgestellt wurde. Wie Gendolla berichtete, wurden 353 Patienten mit episodischer oder chronischer Migräne plus komorbider Depression (MDD, major depressive disorder) entweder mit Fremanezumab oder Placebo über 12 Wochen behandelt. Ergebnis: Am Studienende hatten die Patienten der Verumgruppe im Mittel 5,4 Migräne­tage weniger als zu Studienbeginn, in der Placebogruppe waren es 3,5 Tage weniger [1].

Bei der Depressionssymptomatik, gemessen unter anderem mit der Hamilton Depression Rating Scale 17-items (HAM-17), wurde in Woche 8 ein Rückgang der Symptomatik um 6 Punkte unter Fremanezumab registriert, unter Placebo waren es nur 4,6 Punkte [1].

Auch die kopfschmerzbedingten Beeinträchtigungen wurden untersucht: So verringerte sich im HIT- 6 ­(six item headache impact test) die Kopfschmerzlast um 8,8 Punkte in der Verumgruppe, unter Placebo waren es nur 5,2 verglichen mit dem Ausgangswert [2].

1 Lipton RB et al., Poster präsentiert auf dem 65. Annual Scientific Meeting of the American Headache Society (AHS), 15.–18.06.2023, Austin, USA, Poster P-231
2 Lipton RB et al., Oral Presentation präsentiert auf dem 65. Annual Scientific Meeting of the American Headache Society (AHS), 15.–18.06.2023, Austin, USA

Online-Pressegespräch „Migräneprophylaxe mit anti-CGRP-Antikörpern: Klinik und Praxis im Dialog“ (Veranstalter: Teva GmbH), Juli 2023

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