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Gynäkologie

Lunch-Symposium

Hormonfrei durch die Wechseljahre mit praktischen Beispielen

Dr. rer. nat. Reinhard Merz

30.3.2026

Die Hormonersatztherapie (HRT) gilt weiterhin als effektivste Behandlung vasomotorischer Beschwerden. In der klinischen Praxis bestehen jedoch häufig Einschränkungen hinsichtlich ihrer Anwendung. Kontraindikationen wie hormonabhängige Malignome, thromboembolische Ereignisse oder relevante kardiovaskuläre Erkrankungen limitieren ihren Einsatz. Darüber hinaus lehnt ein Teil der Patientinnen eine hormonelle Therapie aufgrund von Sicherheits­bedenken oder individueller Präferenz ab.

Fezolinetant war in Deutschland der erste selektive Neurokinin-3-Rezeptorantagonist, der gezielt in die hypothalamische Thermoregulation eingreift. Das Präparat ist zur Behandlung moderater bis schwerer vasomotorischer Symptome der Menopause zugelassen. Prof. Dr. med. Thomas Römer (Köln) und Dr. med. Katrin Schaudig (Hamburg) stellten Erfahrungen aus der klinischen Praxis vor. In einer Fallserie mit insgesamt 46 behandelten Patientinnen wurde das Präparat vor allem bei Frauen mit onkologischen oder kardiovaskulären Vorerkrankungen sowie bei ausgeprägter Hormonphobie eingesetzt. Besonders häufig waren Konstellationen mit thromboembolischen Ereignissen, Endometriose oder neurologischen Vorerkrankungen, bei denen eine HRT als kontraindiziert oder risikobehaftet eingeschätzt wurde. Bei Patientinnen mit Endometriose, bei denen aufgrund der Erkrankung eine Estrogentherapie vermieden werden sollte, reduzierte sich die Häufigkeit der Hitzewallungen innerhalb von 6 Monaten von etwa 10 –15 Episoden täglich auf nur noch 2–3 Episoden pro Tag.

Auch bei Patientinnen mit onkologischer Vorgeschichte – etwa nach Mammakarzinom oder gynäkologischen Malignomen – wurde das Präparat nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt. In diesen Fällen führte die Therapie meist zu einer deutlichen Reduktion der Hitzewallungen und damit zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität. Zu beachten ist jedoch, dass Patientinnen mit aktiver onkologischer Therapie nicht in klinische Studien einbezogen wurden und daher eine sorgfältige individuelle Indikationsstellung erforderlich ist.

Lunch-Symposium „Zwei Jahre Veoza in der Praxis – Erfahrungen, Evidenz und Ausblick“ (Veranstalter: Astellas Pharma GmbH)

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