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Kongress-Ticker

Symposium „Einmal Allergie, immer Allergie?“

Allergie im hohen Alter

Ines Schulz-Hanke

16.7.2026

Immunoseneszenz werde nicht mehr nur als Abnahme der Immunabwehr gesehen. Stattdessen komme es zu schwachen chronischen Entzündungen, veränderter Zusammensetzung und Funktion der Immunzellen sowie reduzierter Gewebereparaturfähigkeit, wie Prof. Dr. med. Randolf Brehler (Münster) erläuterte.

Zunehmende Barrierestörungen und Dysbiosen könnten Allergien begünstigen. Ihre Symptome seien im Alter oft subtil oder atypisch. Dies sowie andere nicht allergische Erkrankungen erschwerten die Diagnose. Polypharmazie, Multimorbidität sowie veränderte Pharmakokinetik und -dynamik könnten die Trennung zwischen allergischen und anderen Nebenwirkungen erschweren. Bei Insektengiftallergie steige das Risiko für kardiovaskuläre und schwere anaphylaktische Reaktionen, da Kompensationsmechanismen mit dem Alter ab- und kardiovaskuläre Vorerkrankungen zunähmen. Schwere Anaphylaxien würden bei zunehmendem Lebensalter häufiger, und Medikamente wie ACE-Hemmer, Betablocker und nicht-steroidale Antiphlogistika könnten den Schweregrad steigern. Neben der symptomatischen Therapie sei auch die Allergie-Immuntherapie im Alter wirksam, außerdem eine gesunde Lebensweise, Stressreduktion, Impfungen, Entzündungsbehandlung sowie Barriere-Regeneration. Und: Das wichtigste Medikament bei einer Anaphylaxie – Adrenalin – werde zu selten eingesetzt.

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