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Kongress-Ticker

Ernährung

Metabolik und Fasten bei Krebs

Dr. rer. nat. Reinhard Merz

3.8.2026

In der Rezidivprävention des Mammakarzinoms sollte Ernährung weniger als Frage einzelner „erlaubter“ Lebensmittel verstanden werden, sondern als Bestandteil metabolischer Gesundheit. Prof. Dr. rer. nat. Martin Smollich (Lübeck) betonte, dass Adipositas und ungewollte Gewichtszunahme – etwa unter endokriner Therapie – prognostisch relevant sind.

Eine hohe Adhärenz zu gesundheitsförderlichem Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung, Verzicht auf Tabak und Alkohol sowie Gewichtskontrolle ist mit niedrigerer Krebs- und kardiovaskulärer Mortalität assoziiert. Intervallfasten kann Körpergewicht, Blutzucker und Selbstwirksamkeit günstig beeinflussen, ist jedoch anderen Formen der Kalorienrestriktion nicht überlegen. Kritisch sind mögliche Defizite bei Protein- und Ballaststoffzufuhr, Heißhunger, Cortisolanstieg und potenziell unterschiedliche Effekte je nach Tumorbiologie. Auch Inkretinmimetika wie Semaglutid oder Tirzepatid erscheinen beim Mammakarzinom derzeit eher positiv, insbesondere bei Adipositas oder Typ-2-Diabetes. Entscheidend bleibt jedoch: Gewichtsreduktion ersetzt keine qualifizierte Ernährungstherapie.

Vortrag Prof. Dr. rer. nat. Martin Smollich

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