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Kongress-Ticker

PTBS

Mit Düften gegen Posttraumatisches Belastungssyndrom

Angelika Ramm-Fischer

17.1.2023

Mit Düften lässt sich das Gedächtnis beeinflussen. Wird beispielsweise ein angenehmer Rosenduft während des Lernens am Tag (in Abständen, um den Gewöhnungseffekt zu umgehen) angeboten und dann dieser Duft in der nächsten Nacht während des Schlafs noch einmal freigesetzt, koppelt das Gehirn das Erlernte an diesen Duft.

So wird die Erinnerung an den Lerninhalt vertieft. Dabei macht man sich zu Nutze, dass anders als visuelle oder auditive Reize, Gerüche (Ausnahme sind Reizstoffe wie Ammoniak, das „Riechsalz”) keinen Weckreiz verursachen, erläuterte Prof. Dr. med. Boris Stuck (Marburg). Dieser Lerneffekt per Duft bezieht sich auch auf Emotionen, was sich in der Psychotherapie nutzen lässt – zum Beispiel bei Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) (> Psychiatrie).

Und das sind nicht wenige: Bundesweit leiden 2–3 von 100 Menschen an einer PTBS. Diese klingt bei etwa 30 % in den ersten Monaten wieder von selbst ab. Wenn nicht, benötigen die meisten Betroffenen psychotherapeutische Hilfe. Der Psychotherapeut Markus B. Specht (Wiesbaden) berichtete von ersten Studienergebnissen, bei denen das funktioniert: Die PTBS-Patienten können mittels angenehmer Düfte, wie der von Rosen, die negativen Emotionen des Traumas wieder verlernen.

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