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Kongress-Ticker

Klimawandel

Medizin und Klimaschutz im Dilemma

21.5.2024

Seit dem heißen Sommer 2003 ist durch Daten belegt, wie sich eine Hitzewelle auf die Gesundheit auswirkt, sagte Prof. Dr. med. Jan Galle (Lüdenscheid). Neben Herz-Kreislauf-Problemen und Episoden mit niedrigem Blutdruck kann auch ein Nierenversagen aufgrund von Flüssigkeitsmangel auftreten.

Wie viel Flüssigkeit der Körper am Tag benötigt, wird durch den Verbrauch infolge von z. B. Schwitzen bestimmt, von der körperlichen Aktivität und der Umgebungstemperatur. Bei starker Hitze verschlimmert sich eine Exsikkose, besonders bei älteren Menschen, die ihr Durstempfinden nicht mehr regulieren können. So werden in Hitzeperioden vermehrt Personen mit einem Exsikkose-bedingten Nierenversagen stationär aufgenommen. Chronische Nierenerkrankungen sind gleichzeitig ein Beispiel für das Dilemma zwischen Medizin und Klimaschutz, denn eine Behandlung wie die Nierenersatztherapie verbraucht viel Energie, Wasser und Rohstoffe. In einer Sitzung werden 100 bis 150 Liter Trinkwasser benötigt, das – auf Körpertemperatur erhitzt – auch Strom verbraucht. Zudem werden Einmal-Materialien eingesetzt, und auch das Transportwesen sollte in die Umweltbilanz einbezogen werden. Alles in allem ist der CO2-Fußabdruck der Nierenersatztherapie hoch. Diesen zu senken, ohne die Patientenversorgung zu gefährden, wird eine wichtige Aufgabe sein.

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