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Sonderredaktion

Lebensqualität bewahren

Hautpflege in der Onkologie

23.5.2022

Immer mehr Menschen sind von einer Krebserkrankung betroffen. Trotz immenser Fortschritte existiert bis heute keine Behandlung, die ausschließlich Tumorgewebe schädigt. Schädigungen an gesundem Gewebe ziehen zahlreiche Nebenwirkungen nach sich, insbesondere auch Hautreaktionen und -veränderungen.

Im Idealfall beginnt eine therapiebegleitende ­medizinische Hautpflege schon vor Manifestation kutaner Nebenwirkungen, aber auch im Akutfall kann die gezielte Applikation barrierefördernder ­Inhaltsstoffe unerwünschten Hautreaktionen entgegenwirken. Bei xerotischer Haut können außerdem natürliche Feuchthaltefaktoren (NMF) eingesetzt werden. Sie stabilisieren den Feuchtigkeitshaushalt, indem sie Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten binden und den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) senken. Die DERMASENCE BarrioPro-Serie wurde speziell für eine trockene, barrieregeschädigte Haut entwickelt. Sanddornfruchtfleischöl [1], Polysaccharide [2] und Palmitoylethanolamid (PEA)[3] bilden den besonderen 3-fach-Synergie-Komplex dieser Serie.

Zytostatika: kutane Nebenwirkungen reduzieren

Zytostatika hemmen den Zellerneuerungszyklus, dadurch soll das übersteigerte Wachstum von Tumorzellen eingeschränkt werden. Mitbetroffen sind aber auch häufig weitere schnell wachsende Gewebe wie Haut- und Schleimhautzellen [4]. Typische Hautprobleme sind das akneiforme Exanthem, das Hand- und Fuß-Syndrom sowie sehr trockene Haut (Xerosis cutis), oftmals begleitet von Juckreiz ­(Pruritus) [5].

Spezialpflege für das Hand-Fuß-Syndrom

Beim Hand-Fuß-Syndrom kommt es zu ery­thematösen Läsionen, die vor allem palmoplantar lokalisiert sind. Diese Selektivität ergibt sich aus der Pathogenese: In der Hornschicht eingelagerte Chemotherapeutika gelangen mit Schweiß an die Hautoberfläche und bilden dort mit Sauerstoff freie Radikale, die Hautreizungen verursachen. Die Risikofaktoren für das Hand-Fuß-Syndrom, eine dicke Hornschicht und Schweißbildung, sind besonders bei Händen und Füßen erfüllt, die daher sehr anfällig sind. Die Dicke der Hornschicht lässt sich, auch schon prophylaktisch, durch eine keratolytische Pflege mit Urea verringern. Außerdem kann ein topisches Antiperspirant angewendet ­werden, um die Schweißbildung zu hemmen.

Akutpflege bei Pruritus

Von Pruritus Betroffene versuchen sich durch Kratzen, Druck oder Reibung eine kurzfristige Erleichterung zu verschaffen. Dabei kommt es zu Läsionen, die Hautbarriere wird weiter verletzt. Dieser Juck-Kratz-Teufelskreis muss mit hautberuhigenden, juckreizlindernden Substanzen schnellstmöglich unterbrochen werden. Dazu bietet die DERMASENCE Polaneth-Serie mit lokalanästhetischem Polidocanol und kühlendem Menthol eine optimale 2-fach-Kombination im Akutfall.

Hautbelastung bei Strahlen- und Immuntherapie

Ziel der Strahlentherapie ist die Schädigung von Tumorgewebe oder malignem Gewebe, sodass die Zellen in Apoptose gehen. Direkt nach der Bestrahlung auftretende Akutreaktionen werden durch den massiven Zelluntergang verursacht, typische Symptome sind Entzündungen und gerötete Haut. Späte, mitunter auch chronische Nebenwirkungen sind häufig die Folge von Schäden in den regenerativen Hautschichten (consequential late effects) [6]. Eine weitere Säule der medikamentösen Tumortherapie ist die Immuntherapie. Durch Auslösen einer spezifischen Immunantwort können Immunzellen gezielt Tumorgewebe bekämpfen. Dabei kann es aber auch zu einer Überaktivierung des Immunsystems und zu Autoimmunreaktionen kommen. Die Folge sind Hautausschläge wie das akneiforme Exanthem und das Hand-Fuß-Syndrom.

Feuchtigkeits- und Lipidversorgung der Haut bei akneiformen Exanthemen

Das akneiforme Exanthem beschreibt ein der Acne vulgaris ähnelndes Hautbild. Im Gegensatz zur Akne handelt es sich bei den Effloreszenzen aber um sterile Pusteln, die mit der Zeit austrocknen und eine sehr trockene und lipidarme Haut hinterlassen. Klassische Akne-Therapeutika dürfen daher nicht zum Einsatz kommen. Die Hautpflege sollte an das vorliegende Stadium angepasst werden: Sind noch Pusteln vorhanden, ist eine weniger rückfettende Pflege zu bevorzugen, wogegen nach vier bis sechs Wochen, wenn die Pusteln verheilt sind, auf rückfettende Produkte zurückgegriffen werden sollte. Zusätzliche, barrierefördernde Inhaltsstoffe, wie sie u. a. in den ­DERMASENCE BarrioPro-Produkten enthalten sind, fördern die Hautregeneration und machen sie widerstandsfähiger gegenüber Infektionen und Allergenen.

Ganzjährig auf UV-Schutz achten

Im Zusammenhang mit onkologischen Therapien kann es zu Photosensibilität und Phototoxizität kommen. Die Zellteilungsaktivität der Haut wird unterdrückt, was sie dünner und entsprechend lichtempfindlicher werden lässt (Photosensibilität). Außerdem können sich Chemotherapeutika in die Haut einlagern und mit UV-Strahlung phototoxische Reaktionen eingehen. Es ist daher zu empfehlen, ganzjährig Sonnenschutzmittel mit UV-Breitbandfiltern zu verwenden. Die Produkte der DERMASENCE Solvinea-Serie enthalten ein optimiertes UV-Filtersystem, das effektiven Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlung vermittelt.

FAZIT:

Bei Hautreaktionen wie Exanthem, Hand-Fuß-Syndrom und Pruritus unter onkologischer Therapie sollte die Haut mit barrierefördernden Inhalts­stoffen behandelt werden. Unterstützend wirken können Urea durch ihren keratolytischen Effekt und Polidocanol, das durch lokalanästhetische Wirkung schnell gegen Pruritus hilft. Zum Schutz vor Photosensibilisierung und photo­toxischen Reaktionen sollte ganzjährig auf ­Sonnenschutz mit UV-Breitbandfiltern zurückgegriffen werden.

  1. Zielińska A, Nowak I, Lipids Health Dis 2017; 16(1)
  2. Campos M et al., Polysaccharides 2014; 1–18
  3. Mitchell CA et al., Methods 2016; 104; 93–100
  4. Leitlinienprogramm Deutsche Krebsgesellschaft, 2018
  5. Trojan A, Borelli S, Praxis 2002; 91(24): 1078–1087
  6. Riesenbeck D et al., Der Onkologe 2013; 19(4): 267–278

Redaktion und Konzept: Elke Engels
MiM Verlagsgesellschaft mbH (Neu-Isenburg)
Mit freundlicher Unterstützung der P&M Cosmetics GmbH & Co. KG (Münster)

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