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Alternative Empfehlungen

Vorgehen bei Lieferengpässen von Impfstoffen

26.10.2026

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat für die häufigsten bzw. relevantesten Lieferengpässe, in denen kein alternativer Impfstoff mit vergleichbarer Zusammensetzung zur Verfügung steht, Empfehlungen entwickelt. Die alternative Empfehlung soll zur Anwendung kommen, sobald auf den Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts über einen Lieferengpass einer der dort genannten Impfstoffe wird.

Eine Abfrage in mehreren regionalen Lieferapotheken kann dabei klären, ob trotz des vom PEI deklarierten Lieferengpasses (www.pei.de/lieferengpaesse)  ggf. regional noch Restbestände dieses Impfstoffes verfügbar sind. Sollte es zu einem nicht durch die Tabelle abgedeckten Lieferengpass kommen, erarbeitet die STIKO anlassbezogen und zeitnah eine Handlungsanweisung und stellt diese online zur Verfügung.

Eine Liste mit Handelsnamen und Anwendungsalter von Impfstoffen sowie monoklonalen Antikörpern findet sich hier: Epidemiologisches Bulletin 04/2026 (www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2026/04_26.pdf)

Hinweis der STIKO zum Lieferengpass IXIARO (Stand:17.08.2026), voraussichtlich bis 30.09.2026, der nicht in der obigen Tabelleaufgeführt ist: Für den Impfstoff gegen die Japanische Enzephalitis, IXIARO,ist derzeit kein in Deutschland zugelassener alternativer Impfstoff verfügbar.Eine Abfrage in regionalen Apotheken kann klären, ob trotz des offizielldeklarierten Lieferengpasses ggf. regional noch Restbestände des ImpfstoffsIXIARO vorhanden sind.

 

Generelle Hinweise der STIKO zu Lieferengpässen

Seit Oktober 2015 informiert dasPaul-Ehrlich-Institut (PEI) auf seinen Internetseiten über Lieferengpässe vonImpfstoffen sowie die voraussichtliche Dauer der Nicht-Verfügbarkeit (www.pei.de/lieferengpaesse). Diese Informationen beruhen auf Mitteilungen der pharmazeutischenUnternehmen, die einen Lieferengpass melden, sobald die Lieferkette für dieAuslieferung eines Impfstoffes für einen Zeitraum von mindestens 2 Wochenunterbrochen ist. Sollten statt des vom Lieferengpass betroffenen Impfstoffeseiner oder mehrere andere Impfstoffe mit vergleichbarer Zusammensetzungverfügbar sein, werden diese vom PEI entsprechend auf der Internetseitegelistet. Wie groß der Bestand an dennoch verfügbaren Impfstoffdosen in denFilialen des Apothekengroßhandels bzw. in einzelnen Apotheken oder Arztpraxenist, wird zu keinem Zeitpunkt zentral erfasst.

Istkein für die jeweilige Indikation und das Alter zugelassener Impfstoff mitvergleichbarer Antigenzusammensetzung verfügbar, gibt die StändigeImpfkommission (STIKO) Empfehlungen, wie alternativ – unter Verwendung andererverfügbarer Impfstoffe – ein Impfschutz sichergestellt werden kann. Auch wennes keine unzulässig großen Impfabstände gibt und jede Impfung zählt, ist ausSicht der STIKO die zeitgerechte Immunisierung entsprechend den Empfehlungen –gerade im Säuglings- und Kleinkindalter – zu bevorzugen. Dies gilt auch für dieGrippeimpfung, bei der ein Impfschutz idealerweise vor Beginn der Saisonerreicht werden sollte. Auffrischimpfungen können ggf. bei vollständigerGrundimmunisierung verschoben werden, da die von der STIKO empfohlenenZeitintervalle für Auffrischimpfungen eine gewisse Flexibilität erlauben.

Mitteilungen derSTIKO zum Impfen bei eingeschränkter Verfügbarkeit von Impfstoffen. StändigeImpfkommission (STIKO), Berlin, 17.8.2026 (www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Staendige-Impfkommission/Lieferengpaesse/Lieferengpaesse_inhalt.html).

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