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Orthopädie

Ultraschallgesteuerte Injektion führt bei Coxarthrose zu halbjähriger Schmerzfreiheit

22.4.2022

Die intraartikuläre Injektion bei Coxarthrose reduziert signifikant die Hüftschmerzen. Besonders ausgeprägt eigne sich die Injektion bei vorliegender Synovitis oder Gelenkerguss. Untersucht wurde die klinische Wirksamkeit von der Hüftinjektion von Kortikoiden und Lokalanästhetika im Vergleich zur Standardversorgung.

Die intraartikuläre Injektion bei Coxarthrose reduziert signifikant die Hüftschmerzen. Besonders ausgeprägt eigne sich die Injektion bei vorliegender Synovitis oder Gelenkerguss. Untersucht wurde die klinische Wirksamkeit von der Hüftinjektion von Kortikoiden und Lokalanästhetika im Vergleich zur Standardversorgung.

In die pragmatische, dreiarmige, randomisierte, kontrollierte Studie mit paralleler Gruppe, einfach verblindet, wurden 199 Erwachsene im Alter von ≥40 Jahre mit Hüftarthrose und mindestens mäßigen Schmerzen eingeschlossen: 67 Patienten wurden randomisiert einer Gruppe zugewiesen, die eine ‒ von den kommunalen muskuloskelettalen Diensten in England ‒ als „beste derzeitige Behandlung“ bezeichnete Beratung und Aufklärung erhielten. Die jeweils 66 Patienten der zweiten und der dritten Gruppe erhielten darüber hinaus entweder eine zusätzliche ultraschallgesteuerte intraartikuläre Injektion von Triamcinolon (40mg Triamcinolonacetonid) und Lidocain (4ml 1% Lidocainhydrochlorid) bzw. nur von Lidocain (5ml 1% Lidocain) in die Hüfte. Das primäre Ziel der Studie war die Erfassung der selbstberichteten aktuellen Intensität der Hüftschmerzen (mittels einer numerischen Bewertungsskala von 0 bis 10) über sechs Monate. Die Ergebnisse wurden nach zwei Wochen und nach zwei, vier und sechs Monaten selbst berichtet.

Das Durchschnittsalter der Studienteilnehmer betrug 62,8 Jahre (SD 10,0), 57% waren Frauen. Die durchschnittliche gewichtete Follow-up-Rate über alle Zeitpunkte hinweg lag bei 93%. Eine signifikant größere mittlere Verbesserung der Hüftschmerzintensität über sechs Monate wurde in der Gruppe Standardversorgung plus Ultraschall-Triamcinolon-Lidocain im Vergleich zur Standardversorgung berichtet: mittlere Differenz -1,43 (95%-KI -2,15 bis -0,72); p<0,001; standardisierte mittlere Differenz -0,55 (-0,82 bis -0,27). Zwischen den beiden Gruppen mit ultraschallgeführter Medikamenteninjektion gab es keine Unterschiede bei der Intensität der Hüftschmerzen über sechs Monate (-0,52 [-1,21 bis 0,18]). Der Nachweis einer durch Ultraschall bestätigten Synovitis oder eines Ergusses war mit einer besonders ausgeprägten, signifikanten Wirkung verbunden, vor allem für Standardversorgung plus Ultraschall-Triamcinolon-Lidocain (-1,70 [-3,10 bis -0,30]). Aus Sicht der Autoren ist eine ultraschallgesteuerte intraartikuläre Injektion von Triamcinolon in die Hüfte eine Behandlungsoption zur Ergänzung der Standardversorgung für Patienten mit Hüftarthrose. Die klinische Leitlinie CG177 des britischen „National Institute for Health and Care Excellence“ (NICE) stellt medizinische Beratung und Aufklärung in den Vordergrund der Behandlung der Coxarthrose.

Paskins Z et al., BMJ 2022 Apr 6; 377: e068446, DOI 10.1136/bmj-2021-068446, PMID 35387783

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