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Krebsforschung

Tobias Bald und Sebastian Kobold erhalten den Lisec-Artz-Preis

15.11.2021

Der Lisec-Artz-Preis geht an Prof. Dr. Tobias Bald, Universitätsmedizin Bonn, und Prof. Dr. Sebastian Kobold vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Bonner Universitätsstiftung zusammen mit der Medizinischen Fakultät an herausragende Nachwuchsforschende in der Krebsforschung verliehen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Universität Bonn hervor.

Tobias Bald, Professor für Tumor-Immunbiologie des Exzellenzclusters ImmunoSensation2 an der Universität Bonn forscht zum T-Zellen aktivierenden Rezeptor CD226. Er versucht mit seinem Team die Interaktionen zwischen Krebszellen und Immunzellen besser zu verstehen. Kürzlich zeigte er zum Beispiel, dass Krebszellen das Immunsystem auf bisher unbekannte Weise schwächen können. Immunzellen brauchen im Kampf gegen Krebszellen ständig positive Signale. Dies haben Krebszellen erkannt und entziehen den Immunzellen die positiven Signale. Die Immunzellen werden dadurch so geschwächt, dass die Krebszellen nicht mehr zerstört werden können. Das Team arbeitet mit Hochdruck daran, dieses neue Wissen zu nutzen, um die Krebsimmuntherapie deutlich zu verbessern.

Die Münchner Arbeitsgruppe um Professor Kobold befasst sich mit der Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten gegen Krebserkrankungen. Die Forschenden machen das körpereigene Immunsystem durch synthetische Eiweiße scharf. Dadurch erlangen die Immunzellen die Fähigkeit, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Gleichzeitig ermöglicht die Methode den Zellen des Abwehrsystems, unbeschadet und gezielt in bösartige Gewebe zu wandern. Hier konnte die Arbeitsgruppe Pionierarbeit leisten, weil es über bereits existierende Immuntherapien zur Behandlung fortgeschrittener Blutkrebsarten hinaus Bedarf etwa für Brust-, Lungen- oder Darmkrebs gibt. An diesen Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf forscht Professor Kobold schwerpunktmäßig. Aktuell arbeitet sein Team an der weiteren Entwicklung in Richtung klinischer Studien.

Pressemitteilung der Universität Bonn, November 2021

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