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Pädiatrie

Fehlende Therapieangebote für Heranwachende mit Kopfschmerzen

29.10.2021

Laut Studien haben mehr als zwei Drittel der Schüler regelmäßig Kopfschmerzen. Die Folgen können Leistungsabfall, Schulangst und sozialer Isolation sein. In einer Querschnittsstudie, mit über 2.700 befragten Schülern, gaben mehr als zwei Drittel aller Befragten an, regelmäßig an Kopfschmerzen zu leiden.

Aufgrund dessen fehlten mehr als ein Fünftel aller Kinder und Jugendlichen mehr als zwei Tage im Monat. „Eine ärztliche Diagnose und Therapie der Kopfschmerzen erhalten nur die Wenigsten“, sagt PD Dr. med. Gudrun Goßrau, Leiterin der Kopfschmerzambulanz im Interdisziplinären Universitätsschmerzzentrum am Universitätsklinikum Dresden. „Dabei sind Migräne und Spannungskopfschmerz die häufigsten eigenständigen Schmerzdiagnosen bei Kindern und Jugendlichen.“
Viele Kopfschmerzen werden in Eigenregie mit frei verkäuflichen Medikamenten bekämpft. Werden diese häufig eingenommen können sie die Kopfschmerzen auch verstärken. Zudem sind nicht alle für Kinder geeignet. Zudem zeigte eine weitere Studie, dass Migräne in der vulnerablen Übergangsphase zwischen Jugend- und Erwachsenenalter mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung weiterer Schmerzen im Erwachsenenalter assoziiert ist. „Es besteht deshalb akuter Handlungsbedarf, wenn Kinder regelmäßig an Kopfschmerzen leiden“, sagt Goßrau. Häufig könnten schon einfache, aber gezielte Maßnahmen zu einer Linderung führen, wie z.B. die Umstellung des Tagesrhythmus, mehr Entspannungszeiten (ohne Handy), ausreichendes Trinken und regelmäßiges Schlafen. „Auch regelmäßiger Sport und weniger Termindruck reduzieren Kopfschmerzen erheblich“, so die Expertin.
Wenn die Kopfschmerzen den Alltag der Heranwachsenden einschränken helfen interdisziplinärer Konzepte – wie etwa dem Dresdner Kinderkopfschmerzprogramm (DreKiP), welches ein Gruppentherapieprogramm ist.

Pressemitteilung Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., Oktober 2021

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