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ALLGEMEINMEDIZIN

Alterungsprozesse messen

6.10.2021

Jeder Mensch altert anders, und so kann sich das biologische Alter vom chronologischen deutlich unterscheiden. Bislang basierten Alternsuhren auf dem Muster von DNA-Methylierungen, das sich mit dem Älterwerden verändert.

Beim Transkriptom hingegen wird die Gesamtheit der Gene betrachtet, die von der DNA abgelesen werden (Messenger-RNA), um Proteine für die Zelle herzustellen. Da dies sehr komplex ist, gelang es bisher nicht, genaue Alternsuhren aus der Genaktivität abzuleiten. Kölner Forscher des Exzellenzclusters für Altersforschung CECAD nutzten einen mathematischen Trick für mehr Überschaubarkeit: Sie entwickelten eine binarisierte Transkriptom-Alternsuhr (BiT age), die die Gene in die Gruppen „an“ oder „aus“ unterteilt. Den Wissenschaftlern zufolge erlaubt dieses Verfahren eine sehr präzise Vorhersage des biologischen Alters, die nahe an der theoretischen Grenze der Genauigkeit liegt. Sie soll sogar bei hohem Alter funktionieren, das eigentlich wegen hoher Variation der Genaktivität schwer messbar ist. BiT age beruht auf beinahe 1 000 verschiedenen Transkriptomen des Fadenwurms Caenorhabditis elegans, deren Lebensdauer bekannt ist. Solche Modellorganismen ermöglichen neben einem genauen Blick auf Alterungsprozesse auch die Identifizierung von Biomarkern und die Untersuchung von äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung oder ­Ernährung auf die Langlebigkeit.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/acel.13320

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