Semaglutid und andere GLP-1-Rezeptoragonisten gewinnen gerade bei Frauen mit Adipositas und PMOS stark an Bedeutung. Gleichzeitig sollen sie aufgrund begrenzter Sicherheitsdaten vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden.
Eine systematische Übersichtsarbeit mit insgesamt 8 318 GLP-1-RA-exponierten Frauen liefert nun wichtige neue Daten. Für schwere kongenitale Fehlbildungen fand sich kein signifikant erhöhtes Risiko gegenüber Schwangerschaften bei Frauen mit Diabetes bzw. Insulinexposition (RR 0,93; 95%-KI 0,71–1,22). Auch im Vergleich mit Frauen mit Übergewicht oder ohne glucosesenkende Medikation war kein statistisch gesicherter Anstieg nachweisbar. Frühgeburten und Schwangerschaftsverluste waren ebenfalls vergleichbar. Eine akzidentelle GLP-1-RA-Exposition um die Konzeption oder im frühen ersten Trimenon ist nach den derzeitigen Daten kein Hinweis auf ein deutlich erhöhtes teratogenes Risiko.
Vollebregt W et al., Hum Reprod 2026; 41(Suppl 1): deag083.312