Die Sicherheit der Kinder nach assistierter Reproduktion (ART) gehört zu den zentralen Themen jeder langfristigen Bewertung von IVF und ICSI. Eine große systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse liefert hierzu neue Daten:
Ist das Risiko angeborener Herzfehler bei nach ART gezeugten Kindern tatsächlich erhöht? Die Analyse berücksichtigte 28 Kohorten- und 4 Fall-Kontroll-Studien mit insgesamt 596 642 nach ART gezeugten Kindern und mehr als 40,7 Millionen spontan konzipierten Kindern. Angeborene Herzfehler wurden sowohl prä- als auch postnatal erfasst und nach Schweregrad differenziert.
Das Ergebnis bestätigt ein moderat erhöhtes relatives Risiko. Ein angeborener Herzfehler wurde bei 1,03 % der ART-Kinder gegenüber 0,41 % der spontan gezeugten Kinder diagnostiziert. Für größere Herzfehler betrug die adjustierte OR 1,77 (95%-KI 1,30 –2,41). Eine Risikoerhöhung um etwa 50 –80 % klingt zunächst beträchtlich – absolut bleibt die Prävalenz mit etwa 1 % jedoch niedrig.
Kyhl-Svart F et al., Hum Reprod 2026; 41(Suppl 1): deag083.328s