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Gynäkologie

Metformin

Bei PMOS keine Hilfe

Dr. rer. nat. Reinhard Merz

12.10.2026

Frauen mit PMOS haben ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsverlust. In der Praxis stellt sich deshalb häufig die Frage, ob ein präkonzeptionell begonnenes Metformin nach Eintritt der Schwangerschaft weitergegeben werden sollte.

Genau diese Frage untersuchte eine prädefinierte Analyse des LOCI-Trials: 871 Frauen waren Metformin und 868 Placebo zugeordnet worden. Die Behandlung begann bereits präkonzeptionell im Zuge der Ovulations­induktion und wurde bei Eintritt einer Schwangerschaft bis zur 14. Schwangerschaftswoche fortgesetzt. Das Kollektiv war mit einem mittleren Alter von rund 30 Jahren relativ jung. Etwa 40 % der Teilnehmerinnen hatten einen BMI ≥ 30 kg/m².

Das Ergebnis war eindeutig negativ: Die Lebendgeburtenrate betrug unter Metformin 35,0 % und unter Placebo 33,1 % (RR 1,04; 95%-KI 0,92–1,19). Auch hinsichtlich der Fehlgeburtenrate zeigte sich mit 10,4 versus 10,9 % kein signifikanter Unterschied (RR 0,94; 95%-KI 0,72–1,24). Ebenso unterschieden sich Ovulationsrate, Anzahl der Behandlungszyklen, Mehrlingsschwangerschaften, Frühgeburten und Geburtsgewicht nicht. Ein relevantes Sicherheitssignal wurde nicht beobachtet.

Für die Beratung ist die Differenzierung wichtig: Metformin kann präkonzeptionell aus metabolischen oder reproduktionsendokrinologischen Gründen sinnvoll sein. Aus dem PMOS allein lässt sich jedoch nach diesen Daten keine Indikation zur ­Weiterbehandlung in der Frühschwangerschaft mit dem Ziel einer Senkung der Abortrate ableiten.

Devall A et al., Hum Reprod 2026; 41(Suppl 1): deag083.018

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