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Gynäkologie

Registerstudie

Krebs als Kind und Fertilität

Dr. rer. nat. Reinhard Merz

12.10.2026

Wie stark beeinflusst eine Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter die spätere Chance auf eigene Kinder? Diese Frage adressierte eine große populationsbasierte schwedische Registerstudie.

Über nationale Register wurden Personen identifiziert, die zwischen 1958 und 1982 in Schweden geboren und vor dem 20. Lebensjahr an Krebs erkrankt waren. Die Wahrscheinlichkeit einer biologischen Elternschaft wurde zwischen dem 20. und 45. Lebensjahr analysiert.

Bei Frauen nach einer Krebserkrankung betrug die Wahrscheinlichkeit, bis zum 45. Lebensjahr ein eigenes Kind zu bekommen, etwa 75 % gegenüber 85 % in der Allgemeinbevölkerung; bei Männern war der Unterschied mit 55 versus 76 % noch ausgeprägter. Bei weiblichen Survivors war eine Infertilitätsdia­gnose häufiger (OR 1,23; 95%-KI 1,13–1,35), ebenso die Nutzung assistierter Reproduktion (OR 1,36; 95%-KI 1,15–1,61). Bei Männern waren die Effekte stärker: OR 1,79 für Infertilität und 2,64 für ART. Die Daten sprechen damit klar für eine lebenslange ­reproduktionsmedizinische Nachsorge.

Das M et al., Hum Reprod 2026; 41(Suppl 1): deag083.034

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