- Anzeige -
Kongress-Ticker

DKA

Kontinuierlicher KETONCheck für wen?

Sarah L. Bopp

16.3.2026

Wie lassen sich diabetische Ketoazidosen (DKA) bei Typ-1-Diabetes (T1D) mit ihrer hohen Morbididät und Mortalität vermeiden? „Jeder 20. Mensch < 18 Jahren mit T1D entwickelt pro Jahr eine Ketoazidose, das ist viel zu viel“, sagte PD Dr. med. Martin Füchtenbusch (München).

Während man mit AID(Automated Insulin Delivery)-Systemen die Hypoglykämierate deutlich senken könne, sei das bei DKA noch nicht erreicht. Risikopersonen sind etwa jene mit schlechter Glucosekontrolle trotz eines Closed-Loop-Systems [1]. Weitere Risikopersonen sind Menschen mit rezidivierender DKA, jene unter SGLT2-Hemmer-Therapie bei niedrigem C-Peptid (Risiko für euglykämische DKA), jüngere Erwachsene/Adoleszente mit T1D, Menschen mit Diabetes und chronischer Nierenerkrankung oder mit T1D und kardiovaskulären sowie polyneuropathischen Folgeerkrankungen. Hier bestehe ein Bedarf, neben der kontinuierlichen Glucose- auch eine Keton­messung anzubieten, so der Diabetologe. Mittlerweile ist ein Sensor zur kontinuierlichen Glucose-Keton-Messung kurz vor der Zulassung und auch ein Konsensus-Statement zu Anforderungen an ein kontinuierliches Ketonmonitoring existiert [2]. Wichtige Funktionen seien hierbei die sichere Detektion eines schnellen Ketonanstiegs bei Insulinmangel, auch bei noch normaler Glucose, und ein Vermeiden von „Alarmfatigue“ durch Fehlalarme.

Füchtenbusch wies zudem darauf hin, dass die Insulingabe allein bei DKA nicht ausreiche, es müssen immer auch Kohlenhydrate zugeführt werden.

  1. Karges B et al., doi: 10.1016/S2213-8587(24)00284-5
  2. Dhatariya K et al., doi: 10.1016/S2213-8587(25)00331-6
Lesen Sie mehr und loggen Sie sich jetzt mit Ihrem DocCheck-Daten ein.
Der weitere Inhalt ist Fachkreisen vorbehalten. Bitte authentifizieren Sie sich mittels DocCheck.
- Anzeige -

Das könnte Sie auch interessieren

123-nicht-eingeloggt