Gegen neurologische Infektionskrankheiten zu impfen, lohnt sich, betonte Prof. Dr. med. Matthias Klein (München). Denn die Erfolge sprechen für sich: So konnte durch weltweite Impfkampagnen die Poliomyelitis fast ausgerottet werden.
Auch mit der Impfung gegen Haemophilus influenzae b ist insgesamt die Inzidenz von bakteriellen Meningitiden deutlich zurückgegangen. Hirnhautentzündungen mit Neisseria menigitidis waren in den vergangenen Jahren vor allem Erkrankungen durch die Serotypen B und C aufgetreten. Seit der COVID-19-Pandemie ist es auch zu einer Zunahme von Erkrankungsfällen durch den Serotyp Y gekommen. Die STIKO hat darauf reagiert und empfiehlt seit Ende Oktober 2025 für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren eine Impfung mit einem quadrivalenten Konjugatimpfstoff gegen N. meningitides der Serogruppen A, C, W und Y. Klein erinnerte auch daran, wie wichtig die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sei. Auch wenn viele FSME-Infektionen blande verlaufen, so könne eine manifeste FSME noch immer nicht kausal therapiert werden und hinterlasse bleibende neurologische Schäden.