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Kongress-Ticker

Komorbidität

HbA1c: Psyche als Einflussfaktor

Sarah L. Bopp und Yasmin Niederstenschee

16.7.2026

Nicht jede psychische Erkrankung wirkt sich gleich auf die Stoffwechselkontrolle aus. Das zeigt die PRO-MENTAL-Studie von A. Schmitt et al. (Bad Mergentheim): 1 262 Menschen mit Diabetes (55,5 % Typ 1, mittlerer HbA1c 7,6 %) wurden mittels strukturierter diagnostischer Interviews auf Angst-, affektive und Essstörungen untersucht.

Signifikante Assoziationen mit einem erhöhten HbA1c fanden sich für Purging-Störung, bipolare Störung, rezidivierende Depression, Agoraphobie sowie Binge-Eating- und Night-Eating-Störung – auch nach Adjustierung für Alter, Geschlecht, Diabetestyp und -dauer. Panik­störung, soziale Phobien oder eine einzelne depressive Episode korrelierten nicht signifikant. Ein differenzierter Blick auf die Art der psychischen ­Komorbidität sei somit essenziell für eine gezielte Unterstützung betroffener ­Menschen mit Dia­betes, so das Fazit.

Poster P09.06 (A. Schmitt)

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