Nicht jede psychische Erkrankung wirkt sich gleich auf die Stoffwechselkontrolle aus. Das zeigt die PRO-MENTAL-Studie von A. Schmitt et al. (Bad Mergentheim): 1 262 Menschen mit Diabetes (55,5 % Typ 1, mittlerer HbA1c 7,6 %) wurden mittels strukturierter diagnostischer Interviews auf Angst-, affektive und Essstörungen untersucht.
Signifikante Assoziationen mit einem erhöhten HbA1c fanden sich für Purging-Störung, bipolare Störung, rezidivierende Depression, Agoraphobie sowie Binge-Eating- und Night-Eating-Störung – auch nach Adjustierung für Alter, Geschlecht, Diabetestyp und -dauer. Panikstörung, soziale Phobien oder eine einzelne depressive Episode korrelierten nicht signifikant. Ein differenzierter Blick auf die Art der psychischen Komorbidität sei somit essenziell für eine gezielte Unterstützung betroffener Menschen mit Diabetes, so das Fazit.
Poster P09.06 (A. Schmitt)