Die Behandlung bei Typ-2-Diabetes erfordert einen umfassenden Ansatz. Der Therapiefokus geht von der reinen Glucosekontrolle hin zu ergänzenden zentralen Behandlungszielen. Dazu gehören das Gewichtsmanagement und die kardiorenale Protektion. Sie sollten individuell betrachtet und früh im Verlauf adressiert werden.
„Im Vergleich zu vor 30 Jahren stehen in der Diabetologie heute Antidiabetika zur Verfügung, die das kardiovaskuläre Risiko deutlich reduzieren können“, sagte Prof. Dr. med. Monika Kellerer (Stuttgart) und ergänzte: „Gerade im Einklang mit den Diabetes-Leitlinien kommt der Evidenzlage zu Semaglutid eine entscheidende Bedeutung für die Therapieentscheidung zu.“ Typ-2-Diabetes ist ab der Diagnose eine vielschichtige Herausforderung: Hypo- und Hyperglykämien, Gewichtsprobleme sowie ein erhöhtes kardiovaskuläres und renales Risiko entwickeln sich oft parallel und bedingen sich gegenseitig.
Damit erfordert die Behandlung einen umfassenden Ansatz, der über die reine Glucosekontrolle hinausgeht. Vor diesem Hintergrund stößt eine alleinige Therapie mit Metformin in der Praxis häufig an ihre Grenzen – besonders, wenn prognoserelevante Zielparameter umfassend kontrolliert werden sollen. Nationale Leitlinien empfehlen deshalb einen frühen, individuell ausgerichteten Einsatz moderner Therapien: Bei Menschen mit hohem kardiovaskulärem oder renalem Risiko oder bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung ist das eine frühzeitige therapeutische Intervention etwa mit GLP-1-RA wie Semaglutid plus Metformin.
Kardiovaskulärer Zusatznutzen belegt
Grundlage für den kardiovaskulären Zusatznutzen des Inkretinmimetikums Semaglutid sind unter anderem die Ergebnisse der Studie SUSTAIN 6, in der Semaglutid (0,5 mg und 1 mg) im Vergleich zu Placebo das Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse (3-Punkt-MACE) bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und hohem kardiovaskulärem Risiko um 26 % senken konnte [1]. Zudem hatten Patientinnen und Patienten in der REACH-Studie mit Semaglutid vs. Dulaglutid ein um 22 % reduziertes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskulären Tod (3-Punkt-MACE) [2]. „Der vom G-BA anerkannte Zusatznutzen bietet damit eine wichtige Orientierung für eine medizinisch und dabei auch wirtschaftlich gut begründbare Therapieentscheidung, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung“, resümierte Dr. med. Martina Lange (Rheinbach).
Als einziger GLP-1-RA verfügt Semaglutid darüber hinaus über eine Leitlinienempfehlung für Menschen mit Typ-2-Diabetes und chronischer Nierenerkrankung. Diese basiert auf den Ergebnissen der FLOW-Studie: Unter Semaglutid 1 mg wurde hier das Risiko für schwere Nierenereignisse um 24 % reduziert, zudem konnte der Verlust der Nierenfunktion signifikant verlangsamt werden [3]. „Moderne Diabetesbehandlung bedeutet heute, Blutzucker, Gewicht sowie kardiorenale Risiken gemeinsam in den Blick zu nehmen. Semaglutid vereint genau diese zentralen Therapieziele in einer Behandlung“, fasste Lange zusammen.
Symposium „Aktuelle Aspekte der Wochentherapie des Typ-2-Diabetes aus Wissenschaft und Praxis“ (Veranstalter: Novo Nordisk Pharma GmbH)