Genetisch bedingte Lipodystrophien sind häufiger, als man glaubt. „Wir schätzen, dass es bis zu 2 000 Betroffene in Deutschland gibt“, so Prof. Dr. med. Michael Stumvoll (Leipzig), Endokrinologe und Sprecher des Exzellenzclusters „Leipzig Center of Metabolism“ (LeiCeM).
In der Niederlassung solle man z. B. bei Frauen daran denken, wenn der Habitus männlich ist, sie wenig subkutanes Fettgewebe und sekundäre Amenorrhö haben und die Blut-Triglyceride stark erhöht sind. Hinweise könnten auch extreme Insulinresistenz oder frühe Pankreatitiden sein. Die Fehlfunktion ermögliche es nicht/unzureichend, überschüssige Energie subkutan zu speichern und die Organe würden mit Fett belastet. Diese Spielarten der metabolisch besonders ungünstigen Adipositas fielen oft komplett durchs Screening-Raster, das noch durch den Body-Mass-Index dominiert sei.
DGIM-Eröffnungspressekonferenz