Vor allem Menschen mit lichtgeschädigter Haut oder mit keratinozytären Karzinomen in der Vorgeschichte könnten von den präventiven Effekten einer Laserbehandlung profitieren. Aktuelle Studien stellen verschiedene Lasersysteme auf den Prüfstand.
Neuere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Lasersysteme, die üblicherweise vor allem zur kosmetischen Hautverjüngung bei Lichtalterung eingesetzt werden, der Entstehung von keratinozytärem Hautkrebs sowie Vorläuferläsionen vorbeugen können [1].
Zentrale Wirkmechanismen
Dabei spielen 3 Wirkmechanismen von fraktionierten Infrarot-Lasern eine Rolle, erklärte Prof. Dr. Merete Hædersdal, Department of Dermatology, Universitätsklinikum Kopenhagen:
Aktuelle Evidenzlage
Nach aktueller Evidenzlage können verschiedene Lasersysteme für die Behandlung keratinozytärer Tumoren – insbesondere aktinischer Keratosen und oberflächlicher Basalzellkarzinomen mit niedrigem Rezidivrisiko – eingesetzt werden, berichtete Prof. Dr. Uwe Paasch, Hautarzt in Jesewitz. Die stärkste Evidenz in der Behandlung aktinischer Keratosen liegt für den fraktionierten ablativen CO2-Laser vor. Aber auch für den ER:YSGG-Laser und den Thulium-Laser sind bisherige Ergebnisse vielversprechend. So konnte bei einer Feldkanzerisierung durch die Behandlung mit einem fraktionierten Thulium-Laser eine signifikante Reduktion aktinischer Keratosen und histopathologischer Parameter der Lichtalterung erreicht werden [2]. Für den Einsatz nicht-ablativer Lasersysteme ist die Evidenz moderat. Studiendaten zeigen, dass bei keratinozytären Karzinomen in der Vorgeschichte nach einer Laserbehandlung die Rate neuer Läsionen halb so hoch liegt wie bei unbehandelten Kontrollen (20,9 vs. 40,4 %) [3]. Ähnliche Ergebnisse lassen sich aktuellen Studiendaten zufolge auch mit dem gepulsten Farbstofflaser erzielen [4].
Aktuelle Daten belegen darüber hinaus überlegene Resultate einer Laser-assistierten photodynamischen Therapie (PDT) bei aktinischen Keratosen gegenüber einer Tageslicht-PDT allein [5]: Über einen Zeitraum von 2 Jahren war die Rate der Behandelten, die ohne aktinische Keratosen blieben, unter Anwendung der Laser-assistierten PDT signifikant höher (56,3 vs. 43 %). In keinem der Behandlungsareale entwickelten sich Plattenepithelkarzinome.
Wissenschaftliches Symposium „Lasertechnologie im Wandel – die neuesten Geräte und Trends“ anlässlich der 35. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft e. V., Frankfurt/Main, Juni 2026