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Dermatologie

Medizinische Laserbehandlung

Stellenwert im Behandlungskonzept der Akne

21.8.2026

Lasersysteme kommen heute auch in der Therapie der akuten Akne zum Einsatz. Eine Behandlung mit einer Wellenlänge von 1 726 nm zielt selektiv auf Sebozyten ab, reduziert eine übermäßige Talgproduktion und kann entzündliche Akneläsionen bessern. Was ist in der Praxis zu beachten?

Lasersysteme, die mit einer Wellenlänge von 1 726 nm arbeiten, bieten eine vielversprechende innovative Behandlungsoption der akuten, entzündlichen Akne, berichtete Dr. med. Konstantin Feise, Sophienklinik Stuttgart. Es stehen Geräte zur Verfügung, die in Europa CE-zertifiziert wurden.

Zielstruktur des 1 726-nm-Lasers sind die bei der Akne überaktiven Sebozyten. Laserlicht dieser Wellenlänge wird von Sebum absorbiert. Dadurch werden Sebozyten selektiv geschädigt. In der Folge wird die übermäßige Talgproduktion nachhaltig eingedämmt und es kommt zu einer deutlichen Reduktion entzündlicher Akneläsionen. Durch die selektive Wirkweise bleiben Epidermis und Dermis intakt.

Die Behandlung umfasst je nach Laser 3 – 4 Sitzungen. Der Behandlungserfolg bleibe anhaltend bestehen und die Verbesserung des Krankheitsbildes nehme im Laufe der nächsten Monate nach Abschluss der Behandlung sogar noch zu, berichtete Feise [1]. Nach 12 Wochen erreichten 79,8 % der Behandelten eine Verbesserung der Anzahl entzündlicher Läsionen um mindestens 50 %, nach 52 Wochen waren es 91,5 %. Der Anteil der Behandelten mit erscheinungsfreiem oder nahezu erscheinungsfreiem Hautbild stieg von 36,0 auf 66,2 %. Die Behandlung wurde gut ver­tragen. Es traten lediglich leichte Rötungen und Schwellungen auf.

Empfehlungen für die Praxis

In der Praxis sollten eine Reihe Empfehlungen beachtet werden [2]. Die deutlichste Verbesserung ist bei mittelschwerer bis schwerer entzündlicher Akne zu erwarten, weniger bei der Acne comedonica. Da es zu keiner Resorption des Laserlichts durch Melanin komme, könne ganzjährig behandelt werden, so Feise. Alle Hauttypen seien behandelbar und Hypo- oder Hyperpigmentierungen seien nicht zu erwarten.

Der 1 726-nm-Laser kann zwar als Monotherapie angewendet werden, Betroffene profitieren jedoch von Kombinationsbehandlungen, die auch topische ­Medikamente, eine kosmetische Ausreinigung und bei Bedarf systemische Therapeutika umfassen. Ein Aufflammen (Flare) der Akne, wie es auch bei einer Behandlung mit Isotretinoin auftreten kann, ist nach einer Behandlung mit dem 1 726-nm-Laser möglich, wird von Feise jedoch nur selten beobachtet. Sinnvoll kann die Gabe eines Antihistaminikums sein. Die Zufriedenheit der Behandelten sei hoch, berichtete der Experte. Wichtig sei eine realistische Aufklärung vor der Behandlung. Bestehende Aknenarben werden durch den 1 726-nm-Laser nicht gebessert.

  1. Goldberg D et al., J Am Acad Dermatol 2026; 94(2): 517–24
  2. Metelitsa A et al., J Cosmet Dermatol 2026; 25(2): e70699

Wissenschaftliches Symposium „Longevity oft the Skin – Medizinische Laser minimalinvasiv und maximal wirksam“ anlässlich der 35. Jahrestagung der Deutschen Dermato­logischen Lasergesellschaft e. V., Frankfurt/Main, Juni 2026

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