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Allgemeinmedizin

Colitis ulcerosa

Leitliniengerechte Basistherapie führt zu langfristig guter Versorgung

Agata Kwapisz

3.9.2021

Die meisten Patienten mit Colitis ulcerosa leiden unter einer milden bis moderate Form der Erkrankung. Jedoch kommen in Deutschland häufig systemische Kortikosteroide zum Einsatz, die schwere Nebenwirkungen auslösen können. Die leitliniengerechten Basistherapie mit Mesalazin ist eine effektive Therapieoption.

Bei Colitis ulcerosa (CU) handelt es sich um eine chronisch-entzündliche, meist in Schüben verlaufende Dickdarmerkrankung. Die Krankheit stellt eine enorme psychische Belastung für Betroffene dar, die in sozialer Isolation, Depression bis hin zu Suizidgedanken münden kann. Zudem leiden die Patienten oft an ausgeprägten Sorgen und Ängsten, Schamgefühl, Stigmatisierung, Schlafstörungen und sogar an Störungen des Sexuallebens. Eine Hilfestellung können hier Psychotherapieangebote und achtsamkeitsbasierte Verfahren (Bewegung, Entspannungstraining, Lebensstilmodifikation) sein. Auch wenn sich die Behandlung grundsätzlich an der individuellen Situation der Patienten orientieren sollte, sind sich Experten einig, dass die S3-Leitlinienempfehlungen S3-Leitlinie zur CU die Basis einer erfolgreichen Therapie sind.
Mit der leitliniengerechten Basistherapie mit Mesalazin lassen sich der entzündeten Dickdarmschleimhaut ausreichend hohe Wirkstoffkonzentrationen zuführen und hohe Remissionsraten erzielen. Empfohlen wird die einmal tägliche Mesalazin-Einnahme. Sie hat sich gegenüber der mehrmals täglichen Einnahme als genauso wirksam erwiesen. Neue epidemiologische Studien zeigen, dass die Mehrheit der CU-Patienten damit lange Zeit gut behandelt werden: So sind 71% aller neu an CU erkrankten Patienten fünf Jahre nach Diagnosestellung in Remission, dabei erhalten 91% dieser Patienten ein Mesalazin-Präparat.  
Neben Mesalazin-Tabletten steht auch Mesalazin-Granulat zur Verfügung. Der Vorteil dieses Granulats ist die Zwei-Komponenten-Galenik. Diese sorgt für eine gezielte und gleichmäßige Wirkstoffverteilung im gesamten Dickdarm. In Studien konnte die einmal tägliche Einnahme des Mesalazin-Granulats bei 86% der CU-Patienten mit Proktosigmoiditis innerhalb von acht Wochen eine klinische Remission erreichen. Bei Proktosigmoditis ist diese den Tabletten (55% in klinischer Remission) signifikant überlegen.
Die Kombination aus oraler und rektaler Mesalazin-Gabe ist vor allem bei einem ausgedehnten Dickdarmbefall für ein gutes Therapieansprechen wichtig. Abhängig vom Befallsmuster können entweder Zäpfchen, die im Rektum ihre Wirkung entfalten, verabreicht werden oder Klysmen, die weiter proximal ausgedehnte distale Lokalisationen erreichen. Zudem steht zur Kombinationstherapie auch rektales Budesonid zur Verfügung. Grundsätzlich muss sich der Behandler bei der Therapieentscheidung jedoch stark an der individuellen Situation der Patienten orientieren.

Online-Pressegespräch „Basistherapie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen:
Herausforderungen in der täglichen Praxis“ (Veranstalter: Dr. Falk Pharma GmbH), Juni 2021

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