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Dermatologie

Allergie-Update

Sublinguale Allergie-Immuntherapie ein Allrounder

30.8.2021

Die sublinguale Allergie-Immuntherapie eignet sich für die (multiple) Allergiebehandlung, kann allergischem Asthma vorbeugen und zur Therapie der Hausstaubmilbenallergie eingesetzt werden. Der Patient profitiert von der patientenfreundlichen Anwendung zu Hause, der Arzt von der zeitsparenden Therapie.

Eine unkontrollierte Allergie kann Folgeerkrankungen auslösen wie ein allergisches Asthma. Wirksam ist eine sublinguale Allergie-Immuntherapie (AIT), da sie den Verlauf einer Allergie kausal beeinflussen kann und dem Entstehen weiterer Allergien vorbeugt. „Patienten mit moderater Rhinitis und/oder Rhinokonjunktivitis mit und ohne Asthma, das durch ­Aeroallergene ausgelöst ist und auf symptomatisch wirkende Therapien nicht anspricht, können wir gut mit einer AIT behandeln. Sie profitieren von dieser kausalen Therapie, denn sie wirkt direkt auf das ­Immunsystem und trainiert es, sodass die Allergiesymptome im Laufe der Zeit immer weniger werden und ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden kann“, erläuterte Prof. Dr. med. Natalija Novak (Bonn) die Vorteile der AIT-Therapie für Patienten und Arzt. Einmal täglich über drei Jahre hinweg wird die AIT-Tablette unter die Zunge gelegt, sodass sich das Immunsystem an die Allergene gewöhnt. Die nachgewiesene Wirksamkeit, die gute Verträglichkeit und eine geringe Anzahl an Kontraindikationen und Nebenwirkungen sprechen für die Therapie.  Ein weiteres Plus: Der Patient kann die Allergentherapie  bequem von zu Hause durchführen. Die Behandlung multipler Allergien mit mehr als einer Allergen-­Tablette ist ebenso möglich [1].

Hausstaubmilbenallergie

Eine Hausstaubmilbenallergie kann die Ursache eines Asthma bronchiale sein und sie wird oft als solche nicht erkannt, ernst genommen oder behandelt. Die Hausstaubmilbenallergie kann allerdings mit einer AIT erfolgreich therapiert werden. „­Neuere Studien belegen zudem, dass die AIT auch bereits bestehendes Asthma positiv beeinflussen kann und die Häufigkeit von Asthma-Exazerbationen reduziert wird“, sagte PD Dr. med. Matthias Krüll (Berlin).

Versorgungsqualität

„Bis heute – 13 Jahre nach Beginn der Therapie-­Allergene-Verordnung (TAV) – sind noch immer 61 Produkte ohne Zulassung am Markt und werden tagtäglich für Patienten verordnet – obwohl es zugelassene Alternativen mit behördlich bestätigter Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit für alle häufigen Allergene (Gräser, Frühblüher, Milben) in beiden Applikationsformen (SCIT und SLIT) gibt“, ­berichtete Dr. med. Andreas Horn (Heidelberg). Red.

1 Sturm GJ et al., Clin Ther 2019; 41: 1880–1888

Digitales Allergie-Update für Fachpresse-Vertreter (Veranstalter: ALK-Abelló Arzneimittel GmbH), virtuell, Juni 2021

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