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Allgemeinmedizin

RSV-Impfung

Gesundheitsvorsorge mit weitreichendem Effekt

4.2.2026

Seit August 2024 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung gegen RSV. Der Impfstoff RSVpreF etwa kann inzwischen bundesweit über den Sprechstundenbedarf verordnet werden. Dies werten Fachleute als Chance für mehr Prävention – und geben Tipps zum erfolgreichen Impfmanagement.

Das Robert Koch-Institut (RKI) registrierte in der Herbst/Winter-Saison 2024/2025 rund 67 000 laborbestätigte Atemwegsinfektionen, verursacht durch das respiratorische Synzytial-Virus (RSV), geht jedoch von einer erheblichen Untererfassung aus. Die Infektion ist problematisch, weil gerade ältere Menschen sowie alle Erwachsenen mit Grunderkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer RSV-Infektion haben. Sie steigert das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, für Asthma- und COPD-Exazerbationen, eine langfristige Verschlechterung der Atemfunktion und den nachstationären medizinischen Versorgungsbedarf.

Der bivalente Präfusions-F-Impfstoff RSVpreF, der Antigene gegen den RSV-Subtyp A und gegen den zuletzt dominierenden Subtyp B enthält, zeigte in der Zulassungsstudie RENOIR eine Wirksamkeit von 81,5 % gegen RSV-assoziierte Erkrankungen der unteren Atemwege mit mindestens 3 Symptomen über 2 Saisons, berichtete Prof. Dr. rer. nat. Carsten Watzl (Dortmund). In der dänischen Real-World-Studie DAN-RSV mit mehr als 130 000 Teilnehmenden ab 60 Jahren schützte der Impfstoff mit einer Effektivität von 91,7 % vor einer Hospitalisierung infolge einer RSV-bedingten Erkrankung der unteren Atemwege [1]. Für Einweisungen wegen RSV-bedingter Atemwegserkrankungen aller Art lag dieser Wert bei 83,3 %. Dies entlastet das Gesundheitssystem. Hinsichtlich der unerwünschten Ereignisse zeigte die Studie keine wesentlichen Unterschiede zwischen RSVpreF und Placebo.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit über einem Jahr die RSV-Impfung für Erwachsene ≥ 75 Jahre sowie für Erwachsene im Alter ≥ 60 bis 74 Jahre mit einer schweren Grunderkrankung und/oder in Pflegeeinrichtungen. Einige medizinische Fachgesellschaften gehen darüber hinaus und raten dazu bereits grundsätzlich ab einem Alter von ≥ 60 Jahren sowie bei Erwachsene jeden Alters mit schweren pulmonalen und kardiovaskulären Grunderkrankungen oder mit deutlicher Einschränkung der Immunabwehr.

„Halten Sie sich fit und lassen Sie sich impfen!“

Über diesen Ratschlag waren sich Watzl und Dr. med. Katja Römer (Köln) sofort einig. RSV- und Grippe-Impfung gehörten zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge und stärkten das Immunsystem. Römer betonte, dass bei Menschen mit RSV-Infektion in der Nachsorge nicht nur vermehrt Schlaganfälle und Herzinfarkte aufträten. Häufig seien auch Muskelabbau, erhöhte Sturzgefahr und Gebrechlichkeit. Nicht alle Betroffenen erholten sich vollständig und es drohe unter Umständen der Verlust der Selbstständigkeit. Das Impfmanagement lasse sich durch offene Impfsprechstunden in den Randzeiten erleichtern, berichtete Römer. Man müsse die Wahrnehmung dafür schärfen, dass Impfen zum gesunden Lebensstil gehöre.

  1. Tartof SY et al., Open Forum Infect Dis 2025; 12: doi:10.1093/ofid/ofae631.002

Virtuelles Fachpressegespräch „Ein Jahr STIKO-Empfehlung: RSV-Schutz mit Abrysvo®“ (Veranstalter: Pfizer Pharma GmbH), Oktober 2025

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