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Schmerzmedizin

Versorgung verbessern

30.8.2021

Cannabinoide können die Lebensqualität schwerkranker Schmerzpatienten verbessern. Jedoch sind die Hürden für eine gute Versorgung derzeit hoch. „Das komplizierte Genehmigungsverfahren bei den Krankenkassen braucht Zeit. Die Patienten müssen warten. Auch wird ein Drittel aller Anträge abgelehnt“, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) Dr. Johannes Horlemann. Auch tragen Vorbehalte wegen möglichen Missbrauchs zur Unterversorgung von Schmerzpatienten bei.
Nun hat die DGS die „Schmerzinitiative Cannabinoide 2021“ ins Leben gerufen. „Mit der Initiative wollen wir Hemmnisse bei der Verordnung abbauen, die Behandlungsqualität verbessern und die Verordner selbst umfassend qualifizieren. Patienten mit schwer- oder unkontrollierbaren Symptomen sollen eine Cannabistherapie kurzfristig und unbehindert erhalten können“, so Horlemann.
Ein Selektivvertrag zwischen der AOK Rheinland/Hamburg und der DGS soll den Genehmigungsvorbehalt der Krankenkasse für die Verordnung von Cannabinoiden ersetzen und zur Jahresmitte 2021 in Kraft treten. Dafür müssen sich die Vertragsärzte über ein 20-stündiges Curriculum qualifizieren. Ergänzend ist die regelmäßige Teilnahme an CME-zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen und eine jährlich zu erfüllende Rezertifizierung erforderlich. So kann der bürokratische Aufwand reduziert und die Wartezeit für den Patienten verkürzt werden.

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V., Mai 2021

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