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Dermatologie

S3-Leitlinie „Hautkrebsprävention“ aktualisiert

22.4.2021

Die S3-Leitlinie „Hautkrebsprävention“ wurde aktualisiert. Es wurden 61 neue Empfehlungen aufgenommen und 43 weitere Empfehlungen wurden angepasst. Die Neuerungen betreffen Empfehlungen zur Primär- wie auch zur Sekundärprävention. Neu in den Leitlinien sind die Kapitel „Klimawandel und UV-Strahlung“ sowie „Berufsbedingter Hautkrebs“. Ein weiteres eigenständiges Kapitel ist ergänzt worden, um begriffliche Unklarheiten im Bereich Prävention, Früherkennung und Screening zu beseitigen. Hier werden Definitionen und Konzepte der Prävention eingeordnet und voneinander abgegrenzt.
Auch gesundheitsökonomische Bewertungen von primärpräventiven Maßnahmen sind zu finden, sowie auch ein systematisches Literaturreview zur Kosteneffektivitätsanalyse der sekundären Hautkrebsprävention.


Solarienbesuche

UV-Strahlen steigern das Hautkrebsrisiko. „Solariumbesucher erkranken häufiger an Hautkrebs, dies gilt auch für das besonders gefährliche maligne Melanom. Das Erkrankungsrisiko steigt außerdem mit der Häufigkeit an Solarienbesuchen. Je jünger der Solariennutzer beim ersten Besuch gewesen ist, desto höher das Risiko“, sagt Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. Zusammen mit Prof. Dr. Andrea Bauer, Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie e.V., koordinierte er die Erstellung der S3-Leitlinie. Es wird die Empfehlung ausgesprochen, auf Solariumbesuche zu verzichten. In der Leitlinie sind zielgruppenspezifische Empfehlungen zur Verhaltensprävention bei künstlicher UV-Strahlung aufgenommen worden.


Berufsbedingter Hautkrebs

Bestimmte Hautkrebsarten, z. B. das Plattenepithelkarzinom und dessen Vorstufen, werden durch arbeitsbedingte solare UV-Strahlungsexposition wesentlich mitverursacht und gelten als Berufskrankheit. Arbeitgeber sollten für Mitarbeiter, die im Freien tätig sind, Schutzmaßnahmen einleiten, z. B. die Schaffung von Schattenplätzen, die Vermeidung von Außenarbeiten unter freiem Himmel in der Mittagssonne sowie die Ausgabe geeigneter Schutzkleidung.


Klimawandel und UV-Strahlung

Es werden städtebauliche Maßnahmen aufgezeigt, mit denen gesundheitliche Schäden durch Hitze und UV-Strahlung verringert werden können.

Pressemitteilung Deutsche Krebsgesellschaft, März 2021

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