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Lipidsenkung und Herz

Statine auch in ESC-Leitlinien 2021 erste Therapieoption

28.9.2021

Die Senkung erhöhter Lipidspiegel geht mit der Reduktion kardiovaskulärer Risiken einher. Als First-Line-Therapeutika werden wieder Statine empfohlen. Bei ungenügendem Ansprechen sind sie stufenweise u. a. mit Ezetimib und PCSK9-Inhibitoren zu kombinieren.

Metaanalysen und klinische Studien weisen darauf hin, dass die relative Reduktion kardio­vaskulärer Risiken proportional zur absoluten Senkung von Low density Lipoprotein (LDL-C) verläuft. ­Der ­Benefit der LDL-C-Senkung hängt vom Risiko für atherosklerotisch bedingte kardiovaskuläre ­Erkrankungen (ASCVD) und der LDL-C-Senkung ab, wonach selbst eine kleine LDL-C-Senkung bei einem Hochrisiko-Patienten eine signifikante Risikoreduktion bedeuten kann.
Nach den „2021 ESC Guidelines on cardiovascular disease prevention in clinical practice“ stellen Statine weiter First-Line-Therapeutika für Patienten mit erhöhtem Risiko für ASCVD dar. Sie ­senken LDL-C-Spiegel sowie die ASCVD-Morbidität und -Mortalität – ebenso den Bedarf an koronaren Interventionen. Zudem setzen Statine Triglyceridspiegel herab und können sogar das Pankreatitisrisiko erniedrigen.
Zu den neuen Leitlinien hinzu kamen zwei Klasse-IIb-Empfehlungen: Die primäre Prävention mit Statinen kann erwogen werden bei Patienten ≥ 70 Jahren mit hohem ASCVD-Risiko. Dies gilt auch bei Personen ≤ 40 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 und Verdacht auf Organschäden ­(target organ damage, TOD), so lange keine Schwangerschaft geplant ist.

Visseren FLJ et al., EHJ 2021; doi 10.1093/eurheart/ehab484

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