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HIV-Forschung

Kölner Forscher erhält Gilead-Preis

18.11.2021

Der Forschungspreis des Gilead Research Scholars Programs in HIV 2021 geht an Dr. Philipp Schommers, Dr. Sara Morón-López und Dr. Shringar Rao. Der mit 130.000 US-Dollar dotierte Preis wird an Nachwuchswissenschaftler mit überzeugender Forschungsleistung um das Thema HIV ausgezahlt. Damit wird die Arbeit der Forscher für zwei Jahre finanziert. Das geht aus einer Pressemitteilung von Gilead hervor.

Dr. Philipp Schommers von der Universitätsklinik Köln erhält die Auszeichnung für das Projekt „Characterization of HIV-1 resistance to CD4 binding site broadly neutralizing antibodies”. Breit neutralisierende Antikörper (bNAb) stellen derzeit einen vielversprechenden neuen Ansatz zur Prävention und Behandlung einer HIV-1-Infektion dar. Jedoch schränken Escape-Mutationen in der HIV-1-Hüllsequenz deren klinische Anwendung ein. Diese Mutationen sind jedoch bisher nicht gut verstanden. Ziel des Forschungsprojektes von Dr. Schommers ist es deshalb, einzelne und kombinierte CD4bs-bNAb-Resistenzmutationen exakt zu definieren.

Dr. Sara Morón-López vom AIDS Research Institute IrsiCaixa in Barcelona soll mit dem Preisgeld das Projekt „Modulating viral splicing as a strategy to cure HIV“ weiterverfolgen können: Ausgehend von früheren Forschungsprojekten, die zeigten, dass die Blockade des Spleißens der HIV-RNA ein wichtiger Mechanismus bei der Persistenz des HI-Virus ist, wird Morón-López untersuchen, welche Mechanismen dieser Blockade zugrunde liegen. Darüber hinaus wird sie in vitro neue Wirkstoffe (Latency Reversing Agents) evaluieren, die darauf abzielen, die mehrfach gespleißte HIV-RNA zu beeinflussen und die Persistenz zu überwinden.

Die dritte Preisträgerin im Bunde ist Dr. Shringar Rao vom Erasmus University Medical Centre in Rotterdam. Bei ihrem Vorhaben geht es darum, HIV-infizierte Zellen, die aus der Latenzzeit hervorgegangen sind, mithilfe des angeborenen Immunsystems zu identifizieren und eine selektive Apoptose zu induzieren. Dazu werden Wirkstoffkombinationen in einem innovativen Ex-vivo-Modell mit humanen HIV-infizierten Zellen auf ihre Fähigkeit hin untersucht, die Größe des induzierbaren Virusreservoirs zu verringern.

Die Anträge werden von einer unabhängigen Jury bewertet, die sich aus international anerkannten Experten der Grundlagenforschung sowie der klinischen Forschung im Bereich HIV zusammensetzt. Bisher wurden bereits über 200 Wissenschaftler aus 26 Ländern mit insgesamt 29 Millionen US-Dollar unterstützt.

Pressemitteilung Gilead Sciences Europe, November 2021

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