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Gesundheitliche Beschwerden

Probleme bei der Arztsuche

28.4.2026

Was tun bei Bauchschmerzen oder Schwindel? Die Suche nach der passenden Arztpraxis ist für viele Menschen in Deutschland eine Herausforderung. Eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt: Insgesamt 31 % der Befragten haben Schwierigkeiten, bei neuen gesundheitlichen Beschwerden eine geeignete Arztpraxis zu finden.

Die Suche nach der passenden Versorgung bei neuen gesundheitlichen Beschwerden ist oft nicht leicht. Fast jeder Dritte hat Schwierigkeiten, die passende Arztpraxis zu finden. „Wer krank ist, braucht schnell Klarheit, was der richtige Weg ist. Doch genau an dieser Problem-Lösungskette ist unser Gesundheitssystem nicht optimal aufgestellt“, sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. „Statt klarer Anlaufstellen und frühzeitiger Unterstützung sind Hilfesuchende oft auf sich allein gestellt. Sie müssen herausfinden, welche Fachrichtung ihnen helfen kann, Praxen abtelefonieren, auf Termine warten und landen möglicherweise doch an der falschen Stelle. Das kann so nicht weitergehen.“

Ersteinschätzung für schnellere Hilfe: 64 % offen dafür

Für einen zielgenaueren Zugang zur ärztlichen Versorgung, fordert die TK deshalb eine verbindliche, systematische Ersteinschätzung des medizinischen Anliegens – noch  bevor überhaupt ein Termin vereinbart wird. „Die Ersteinschätzung kann Symptome sofort einordnen, klären, ob ein Arztbesuch nötig ist und eine geeignete Fachrichtung empfehlen“, erklärt Baas.

Die Bereitschaft, eine solche Ersteinschätzung zu nutzen, ist hoch: In Deutschland können sich 64 % der Menschen das vorstellen. Besonders jüngere Befragte zwischen 18 und 39 Jahren sind offen dafür (79 %). Die Ersteinschätzung sollte aus Sicht der TK ärztlich entwickelt werden und an allen Zugangspunkten ins System verfügbar sein, also digital per App, aber auch am Praxistresen, telefonisch oder in der Notaufnahme.

Erst Haus-, dann Facharzt? Kasse fordert Koordination nach Krankheitsbild

Ergebnis der Ersteinschätzung kann ein Termin bei einer Haus- oder Facharztpraxis, eine telemedizinische Behandlung oder Beratung durch medizinisches Personal sein. Mit Blick auf das von der Regierung geplante Primärversorgungssystem sagt Baas: „Wer ärztliche Hilfe braucht, soll diese schnell von der passenden Stelle erhalten. Die Primärversorgung sollte daher nicht ausschließlich bei der Hausarztpraxis liegen, sondern immer bei der Fachrichtung, die sich mit dem jeweiligen Krankheitsfall am besten auskennt.“ Ist kein Arzttermin nötig, soll die Ersteinschätzung auf geeignete Informationsangebote, zum Beispiel von Krankenkassen, verweisen.

Arztpraxen, Websites, Social Media: Informationsquellen bei der Arztsuche

Aktuell greifen die Menschen in Deutschland noch auf viele verschiedene Anlaufstellen zurück, um die passende Facharztrichtung zu finden. Die große Mehrheit gab an, ihren Arzt oder ihre Ärztin zu konsultieren (84 %). Insgesamt 64 % fragen ihre Familie oder im Freundeskreis nach Arztempfehlungen, während 42 % sich die Websites von Arztpraxen ansehen. Auf Terminportalen und -apps informieren sich 29 %. Auch soziale Medien spielen eine Rolle: 26 % recherchieren dort.

Pressemitteilung „TK-Umfrage: Fast jeder Dritte hat Schwierigkeiten bei der Arztsuche. Techniker Krankenkasse (TK)., Hamburg, 22.1.2026 (https://www.tk.de/presse/themen/medizinische-versorgung/ambulante-versorgung/tk-forsa-umfrage-arztsuche-2168128).

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