Die elektronische Patientenakte (ePA) ist Umfragen zufolge im Versorgungsalltag angekommen. Demnach stieg die Nutzung im Dezember 2025 spürbar an, was mit der Grippesaison und der höheren Inzidenz zusammenfiel. Außerdem gibt es seit Ende März eine neue ePA-Version in der Referenzumgebung, die unter anderem den digital gestützten Medikationsprozess ergänzt.
Im Dezember lagen die Versicherten-Logins bei 1,2 Millionen, ein Plus von 54 % gegenüber November. Leistungserbringer luden 6,5 Millionen Dokumente in die ePA hoch, 48 % mehr als im Vormonat. Im Februar sanken Logins und Uploads wieder auf das Niveau vor der Grippewelle; die Verfügbarkeit lag von Dezember bis Februar im Schnitt bei 99,9 %.
Eine KBV-Umfrage unter rund 4.500 Praxen vom Ende Januar 2026 bestätigt die breite Nutzung, zeigt aber zugleich erhebliche technische Probleme. 80 % der Ärzte und Psychotherapeuten haben bereits Dokumente eingestellt, zugleich bleibt die Unzufriedenheit mit der technischen Umsetzung hoch. Fast 60 % der Befragten berichteten, in den vergangenen Wochen mindestens einmal keinen Zugriff auf die ePA gehabt zu haben; 53 % nannten sehr langsame Zugriffe.
Pressemitteilung: „Zahlen belegen: Nutzung der ePA deutlich gestiegen – neue Version enthält digital gestützten Medikationsprozess“. Bitmarck Holding, Essen, 24.3.2026 (https://www.bitmarck.de/unternehmen/presse/pressemeldung/zahlen-belegen-nutzung-der-epa-deutlich-gestiegen-neue-version-enthaelt-digital-gestuetzten-medikationsprozess).
* Pressemitteilung: „Umfrage zeigt: Praxen setzen die ePA aktiv ein – Technische Umsetzung muss weiter verbessert werden“. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Berlin, 5.2.2026 (https://www.kbv.de/praxis/tools-und-services/praxisnachrichten/2026/02-05/umfrage-zeigt-praxen-setzen-die-epa-aktiv-ein-technische-umsetzung-muss-weiter-verbessert-werden).