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Menschen in Deutschland sind weniger online

14.8.2026

Die Deutschen verbringen viel Zeit im Internet, steuern ihre Aktivitäten aber bewusster. Mehr als 67 Stunden pro Woche ist jeder Bundesbürger durchschnittlich online. Das sind rund fünf Stunden weniger als im Vorjahr. Vor allem die 18- bis 39-Jährigen verbringen weniger Zeit im Netz, 31 % von ihnen möchten sie in den kommenden zwölf Monaten sogar weiter reduzieren. In der Altersgruppe ab 40 Jahren sind dagegen 82 % mit ihrer derzeitigen Nutzungsdauer vollauf zufrieden. Das sind Ergebnisse der repräsentativen „Postbank Digitalstudie 2026“.

Das Smartphone bleibt mit Abstand das beliebteste Gerät zum Surfen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Onlinezeit jedoch um rund zwei Stunden auf 23,9 Stunden pro Woche. Auch hier sind es vor allem die unter 40-Jährigen, die weniger online gehen: Ihre Zeit am Smartphone sank gegenüber 2025 um drei Stunden auf rund 31 Stunden pro Woche.

„Mobil ins Internet zu gehen, gehört fest zum Tagesablauf der Deutschen. Über das Smartphone einkaufen, chatten oder Bankgeschäfte erledigen erleichtert den Alltag. Das nehmen wir an der stetig steigenden mobilen Nutzung unserer Apps wahr“, sagt David Dommel, der das digitale Performance-Marketing der Postbank leitet. „Doch vor allem junge Menschen wollen auch mal offline sein. Das gilt besonders fürs Handy, weil es überall verfügbar ist.“

So verbringen die Deutschen ihre Zeit im Internet

Insgesamt 41 % derjenigen, die das Internet seltener nutzen möchten, planen, die gewonnene Zeit mit Familie, Freunden oder Hobbys zu verbringen. Die unter 40-Jährigen surfen vor allem weniger, um Ablenkungen zu vermeiden. Sich digital abzulenken, bedeutet für die Befragten vor allem Chatten und Nachrichten schreiben über Messenger, Recherche bei Suchmaschinen und Social-Media.

Immernoch 77 % der Deutschen verwenden mehrmals pro Woche oder sogar täglich Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram, das sind allerdings vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Suchmaschinen wie Google nutzen 74 % der Befragten mehrmals pro Woche bis täglich. Auf Instagram, TikTok und Co. sind 64 % täglich oder zumindest mehrmals pro Woche unterwegs – ein Jahr zuvor waren es noch 71 %. Auch das Ansehen oder Hochladen von Videos auf Youtube ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Online-Banking wird dagegen genauso häufig genutzt wie 2025 – und zwar von jedem zweiten Deutschen.

„Die Deutschen unterscheiden bewusster zwischen notwendigen und überflüssigen Online-Aktivitäten. Sie versuchen, WhatsApp-Chats mit Freunden, stundenlanges Scrollen durch Social-Media-Kanäle oder Streaming zu reduzieren“, sagt Dommel. „Während Social-Media-Konsum oft ein Zeitfresser sein kann, erhöhen Banking-Apps die Effizienz im Alltag. Ein schneller Überblick über die Finanzen oder eine Überweisung per Foto sparen Zeit – zum Beispiel für Familie und Hobbys.“

Zusatzinfo: Online-Zeit & Gesundheit  Mehrere Metaanalysen und systematische Reviews zeigen einen konsistenten Zusammenhang zwischen hoher Bildschirm- beziehungsweise Online-Nutzung und verschiedenen Gesundheitsparametern. Besonders gut belegt sind Assoziationen mit schlechterer Schlafqualität, geringerer körperlicher Aktivität sowie erhöhten Raten depressiver Symptome (DOI 10.1001/jamapediatrics.2016.2341; DOI 10.1016/j.jad.2016.06.030). Die berichteten Effekte sind meist klein bis moderat und beruhen überwiegend auf Beobachtungs- und Querschnittsdaten, sodass Rückschlüsse auf Kausalität nur eingeschränkt möglich sind. Zudem scheint nicht allein die Dauer der Nutzung entscheidend zu sein, sondern auch deren Art und Kontext – etwa ob digitale Medien aktiv zur sozialen Interaktion genutzt werden oder überwiegend passiv konsumiert werden. Der wissenschaftlich am besten abgesicherte Gesundheitsbefund ist derzeit nicht Depression oder Übergewicht, sondern die Beeinträchtigung von Schlafdauer und Schlafqualität, die sich in zahlreichen Studien und Metaanalysen besonders konsistent nachweisen lässt (DOI 10.1001/jamapediatrics.2016.2341).

Pressemitteilung: „Deutsche sind weniger online – vor allem unter 40-Jährige wollen noch kürzertreten“. Postbank, Bonn, 5.6.2026 (https://www.postbank.de/unternehmen/medien/meldungen/2026/juni/deutsche-sind-weniger-online.html).

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