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COVID-19

Während der Pandemie weniger frühe Krebsneuerkrankungen erkannt

17.9.2021

Im Jahr 2020 sind in Bayern während der Corona-Pandemie weniger Krebsneuerkrankungen entdeckt worden, vor allem im frühen Stadium; auch die Inanspruchnahme bestimmter Krebstherapien ist nach vorläufigen Daten des Bayerischen Krebsregisters zurückgegangen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) teilte am Mittwoch mit, dass „zwischen Januar und September 2020 die Zahl der diagnostizierten Krebsneuerkrankungen um 3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken ist. Zudem wurden 4% weniger Therapien vorgenommen“. Auch hinsichtlich der einzelnen Monate „zeigt sich ein alarmierendes Bild. Im April 2020 ging die Zahl der registrierten Neuerkrankungen um 18%, im Mai um 17% im Vergleich zum Vorjahr zurück“, so der Minister weiter und forderte eindringlich dazu auf, die Gesundheitsvorsorgemöglichkeiten zu nutzen, da in der Corona-Pandemie offenbar die Krebsvorsorge oft auf der Strecke geblieben sei und sich weniger Menschen haben untersuchen lassen. Die Zahlen basieren auf einer Stichprobe unter meldenden Ärzten und Einrichtungen, die das Bayerische Krebsregister, das vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) geführt wird, zusammen mit Wissenschaftlern aus Regensburg und München, erhoben hat. Der Rückgang betraf vor allem Krebsneuerkrankungen in einem frühen Krankheitsstadium, für die sich die Zahl der Neuerkrankungen um 10% und die Zahl der Krebsoperationen um 8% reduzierten. Von besonderem Interesse ist der Rückgang der Operationen in einem frühen Stadium der Erkrankungen, da hier die Heilungsaussichten besonders hoch sind. Über den gesamten Zeitraum fällt insbesondere der Rückgang der Operationen in einem frühen Stadium beim Darmkrebs (26%) und bei Melanomen (29%) auf. Auch der LGL-Präsident, Walter Jonas, warnte: „Da auch kleinere Verzögerungen bei der Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen zu schlechteren Behandlungsaussichten führen könnten, ist hier Vorsicht geboten.“

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, September 2021

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