Bei diesem Symposium war auch die Weltpolitik auf dem Podium. Die eigentlich geplante Referentin Dr. med. Reinhild Georgieff (Leipzig) hing in Dubai fest und konnte nur eine Videobotschaft übermitteln. Stattdessen präsentierte Dr. Ruth Diebold (Berlin) Daten zur Phytotherapie beim prämenstruellen Syndrom und anderen Zyklusbeschwerden.
Bei der Behandlung ist die differenzierte Auswahl nicht-hormoneller Therapieoptionen ein zentrales Thema. Sie umfasst unterschiedliche Wirkansätze, die sich je nach Leitsymptom und Zyklusphase einsetzen lassen. Bei Dysmenorrhö werden in der Praxis beispielsweise krampflösende Heilpflanzen wie Schafgarbe eingesetzt. In der Volksmedizin wird auch Frauenmantel, meist als Tee, eingesetzt, auch wenn hier die wissenschaftliche Datenlage begrenzt ist. Bei Hypermenorrhö kommen blutungsmindernde Optionen etwa mit Hirtentäschelkraut zur Verwendung. Bei prämenstruellen Beschwerden oder PMS werden oft auch die Früchte des Mönchspfeffers mit seinen vermutlich prolaktinsenkenden und agonistischen Effekten an dopaminergen Rezeptoren empfohlen. Hier ist die wissenschaftliche Evidenz am höchsten.
Meet the Expert „Phytotherapie bei Zyklusbeschwerden“ (Veranstalter: Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH)