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Kongress-Ticker

Lateralsklerose

Erste Heilerfolge

Angelika Ramm-Fischer

19.1.2026

Bestimmte genetische Formen der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) sind seit Kurzem medikamentös kontrollierbar und die funktionellen Einschränkungen zum Teil reversibel, erklärte Prof. Dr. med. Thomas Meyer (Berlin). Möglich machen das Antisense-Oligonukleotiden (ASO) mit denen mutierte Gene stillgelegt werden können – „gene silencing“ genannt.

Mit der ASO-Therapie wird somit direkt an der Krankheitsursache angegriffen. Da ASO die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren können, müssen sie intrathekal, d. h. in den Liquorraum, injiziert werden. Zwar steckt diese ASO-Therapie noch in den Kinderschuhen, doch konnten z. B. bei der besonders ­aggressiven ALS-Form mit Mutationen des FUS-Gens schon Erfolge erzielt werden. Insgesamt 12 Personen mit FUS-ALS erhielten das ASO Jacifusen über einen Zeitraum von 2,8 bis 33,9 Monaten. Als Surrogatmarker für die ALS-Progression diente dabei die Konzentration der Neurofilament-Leichtkette (NfL) im Liquor. Ergebnis: Es kam zu einer Senkung der NfL von bis zu 82,8 %. Vor allem Personen mit geringer Symptomlast bei Studieneinschluss schienen auch klinisch zu profitieren: Ein Patient war zu Studienbeginn asymptomatisch und blieb es über 3 Jahre, bei einer 16-jährigen Patientin wurde sogar eine objektive funktionelle Erholung dokumentiert.

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