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Kongress-Ticker

Fallbericht

Hauttuberkulose bei Lupus vulgaris

Angelika Ramm-Fischer

25.7.2023

Klimawandel, Antibiotikaresistenzen und Flüchtlingsbewegungen führen dazu, dass auch „totgeglaubte” Hauterkrankungen wieder auftauchen. Ein Beispiel ist der Fall einer 37-jährigen Patientin mit Lupus vulgaris, den Dr. med. Julia Zarnowski (Leipzig) vorstellte.

Auf der Flucht aus Afghanistan hatte die Patientin auf der rechten Gesäßbacke eine großflächige, livid-bräunliche Läsion entwickelt. Bei den ersten Untersuchungen fand sich zunächst keine eindeutige Ursache. Die Diagnose Hauttuberkulose durch Mycobacterium bovis wurde erst gestellt, als der Erreger aus dem Biopsiematerial angezüchtet werden konnte. Wie Zarnowski erläuterte, wird der Lupus vulgaris meist durch eine Reaktivierung einer latenten Tuberkulose ausgelöst – in diesem Fall einer Rindertuberkulose. Die Infektion mit M. bovis ist durch die Pasteurisierung in den Industrieländern selten geworden, in Entwicklungsländern ist sie aber noch sehr relevant. Übertragen wird M. bovis durch die Arbeit mit Hornvieh und Geweihträgern bzw. durch die rohen Produkte (z. B. unpasteurisierte Milch oder Fleisch) infizierter Tiere. Die Patientin konnte durch eine Kombination aus Tuberkulostatika geheilt werden (> Seltene Erkrankungen).

Präsentations-ID DK01/04 „Großflächiger Lupus vulgaris durch Mycobacterium bovis”

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