Die Menopause verändert den Stoffwechsel: Bereits in der Perimenopause nimmt das viszerale Fett zu, ebenso Insulinresistenz und ungünstige Lipidwerte. Muskelmasse und Grundumsatz gehen zurück, wie Prof. Dr. med. Julia Szendrödi (Heidelberg) berichtete.
Mit diesen Veränderungen steige das Risiko für Typ-2-Diabetes (T2D) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders bei Gestationsdiabetes in der Anamnese riet Szendrödi, in dieser Phase den Stoffwechsel regelmäßig zu kontrollieren und durch Bewegung und Ernährung aktiv zu stärken. Vor allem bei Typ-1-Diabetes (T1D) werden Insulinbedarf und Glucosewerte in der Perimenopause variabler, nach der Menopause bleibt der Insulinbedarf meist höher. Viele Frauen mit T1D entwickeln in dieser Phase zusätzlich Merkmale eines T2D – einen sogenannten „Double Diabetes“ mit Insulinresistenz, Gewichtszunahme und erhöhtem kardiovaskulärem Risiko sowie mit sich verschlechternden Blutzucker- und Lipidwerten. Die leitliniengerechte Statin- und Blutdrucktherapie werde jedoch deutlich zu selten durchgeführt, monierte Szendrödi. Bis zur Menopause sind Frauen deutlich seltener von Fettleber betroffen als Männer, postmenopausal kehrt sich dies um und Frauen entwickeln öfter eine fortgeschrittene Leberfibrose.