Die autoimmune Dermatose kutaner Lupus erythematodes (CLE) geht häufig dem systemischen Lupus (SLE) voraus. Eine frühe Therapie des CLE könnte deshalb dazu führen, dass SLE seltener auftritt, so PD Dr. med. Stephan Meller (Düsseldorf).
Bislang sehen Leitlinien zur Therapie des CLE topische Therapien, ggf. kombiniert mit Chloroquin oder Hydroxychloroquin, vor. Dies könnte sich bald ändern: So werden derzeit Litifilimab und Deucravacitinib in klinischen Studien auch bei CLE untersucht. Litifilimab ist ein monoklonaler Antikörper, der sich gegen das Zelloberflächenprotein BDCA2 auf dendritischen Zellen richtet. Diese sind an der Ausschüttung von proinflammatorischen Zytokinen beteiligt, die eine Schlüsselrolle in der Pathogenese der CLE spielen. Deucravacitinib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der TYK2 und damit den JAK-Signalweg attackiert. Bei CLE untersucht wird derzeit der bei SLE zugelassene Typ-1-Interferonrezeptorblocker Anifrolumab.