Das Verkehrsflugzeug ist ein sehr sicheres Reisemittel. Wie Dr. med. Martin Trammer (Köln) berichtet hat, ereignete sich 2024/2025 im internationalen Luftverkehr pro 5,8 Mio. Flüge ein Unfall mit Todesfolge. Er zitierte William Walsh von der International Air Traffic Association (IATA): „Statistisch gesehen müsste eine Person bei diesem Sicherheitsniveau 16 000 Jahre lang jeden Tag mit dem Flugzeug reisen, um einen tödlichen Unfall zu erleiden.“
Verkehrspilotinnen und -piloten brauchen jährlich ein Medical.
Damit das so bleibt, gibt es u. a. die jährliche fliegerärztliche Tauglichkeitsuntersuchung (Medical)für Verkehrspilotinnen und -piloten. Geregelt wird sie in der Zivilluftfahrt durch die EU-Verordnung Nr. 1178/2011 aus dem Jahr 2011 [1]. Hier gab es laut Trammer 2025 ein Update: Neu sei das standardisierte Vorgehen bei der kardiovaskulären Risikobeurteilung mit etablierten Risikokalkulatoren wie SCORE2 oder PROCAM-Score. Diese Beurteilung ist verpflichtend für alle 40- bis 49-Jährigen alle 5 Jahre, für 50- bis 59-Jährige alle 3 Jahre und danach alle 2 Jahre, bei bestimmten Vorerkrankungen häufiger. Daneben gebe es ein Screening auf Schlafapnoe, Glaukom und Katarakt, ebenfalls in altersadaptiertem Abstand, so der Flugmediziner.
Die EU-Flugsicherheitsbehörde für die zivile Luftfahrt habe auf der Grundlage einer Publikation aus 2019 noch ergänzt, bei intermediärem oder hohem kardiovaskulärem Risiko (10–20 % oder mehr), ein Kardio-CT oder eine CT-Angiografie zu veranlassen [2]. Auch wurde ein Meldesystem für alle 6 deutschen Flugmedizinischen Zentren eingeführt, das alle Ergebnisse und erkannte Gesundheitsrisikofaktoren oder Trends beim Luftfahrtbundesamt bündeln soll.
Symposium „Was ist wichtig beim Fliegen?“