Der Konsum von ultraprozessierten Nahrungsmitteln (UPN) ist mit diversen chronischen Erkrankungen assoziiert, darunter Depressionen [1]. Sie sind ein Hauptbestandteil der sog.
Westlichen Diät (WD) und, dem NOVA-System folgend, etwa durch hohe Kaloriendichte und Zusätze wie Farbe und Kunstaromen charakterisiert [2]. Bedeutsam sei, dass die WD die Mikrobiota des Darms ungünstig beeinflusst, woran PD Dr. med. univ. Julian Schwärzer (Innsbruck) erinnerte. Die ungünstigen Spezies produzierten Metaboliten, die z. B. chronische Entzündung und metabolische Erkrankungen fördern [3]. In einer aktuellen Studie aus Kanada mit 2 077 Vorschulkindern wurde nun deutlich, dass hoher UPN-Konsum bereits bis zum Alter von 5 Jahren mit Verhaltensauffälligkeiten und Emotionen wie Angst, Depression, Aggression und Schlafproblemen assoziiert ist [4]. Dies deutet darauf hin, dass gesundes Essen früh eine gesunde Verhaltensentwicklung unterstützt, ggf. mit Vorteilen für die langfristige psychische Gesundheit.
Symposium „Mikrobiom im Dialog: Wie Ernährung und Therapie auf unsere Gesundheit Einfluss nehmen“