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Kongress-Ticker

Symposium

Ernährung prägt Verhalten früh

Sarah L. Bopp

19.5.2026

Der Konsum von ultraprozessierten Nahrungsmitteln (UPN) ist mit diversen chronischen Erkrankungen assoziiert, darunter Depressionen [1]. Sie sind ein Hauptbestandteil der sog.

Westlichen Diät (WD) und, dem NOVA-System folgend, etwa durch hohe Kaloriendichte und Zusätze wie Farbe und Kunstaromen charakterisiert [2]. Bedeutsam sei, dass die WD die Mikrobiota des Darms ungünstig beeinflusst, woran PD Dr. med. univ. Julian Schwärzer (Innsbruck) erinnerte. Die ungünstigen Spezies produzierten ­Metaboliten, die z. B. chronische Entzündung und metabolische Erkrankungen fördern [3]. In einer ­aktuellen Studie aus Kanada mit 2 077 Vorschulkindern wurde nun deutlich, dass hoher UPN-Konsum bereits bis zum Alter von 5 Jahren mit Verhaltensauffälligkeiten und Emotionen wie Angst, Depression, Aggression und Schlafproblemen assoziiert ist [4]. Dies deutet darauf hin, dass gesundes Essen früh eine gesunde Verhaltensentwicklung unterstützt, ggf. mit Vorteilen für die langfristige psychische Gesundheit.

  1. Monteiro CA et al., Lancet 2025; 406(10520): 2667–84
  2. Monteiro CA et al., World Nutrition Volume 2016; 7: 8–38
  3. Ross FC et al., Nat Rev Microbiol 2024; 22(11): 671–86
  4. Kavanagh ME et al., JAMA Netw Open 2026; 9(3): e260434

Symposium „Mikrobiom im Dialog: Wie Ernährung und Therapie auf unsere Gesundheit Einfluss nehmen“

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