Bereits Anfang Januar hatte die Europäische Kommission den Anti-CD3-Antikörper Teizeild® (Teplizumab) zur Verzögerung des Fortschreitens von Typ-1-Diabetes (T1D) ins klinische Stadium 3 zugelassen.
Die Therapie ist indiziert bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 8 Jahren mit T1D im Stadium 2 (≥ 2 Autoantikörper und Dysglykämie) und ist seit Mitte Februar 2026 verfügbar. Teplizumab moduliert die T-Zellen im Autoimmunprozess und kann so die Betazellrestfunktion länger erhalten. Auf diese Weise kann nicht nur der Beginn der Insulinpflichtigkeit verzögert, sondern auch die endogene Insulinproduktion länger erhalten werden.
Die krankheitsmodifizierende Therapie mit Teplizumab erlaubt nun erstmals ein frühzeitiges Eingreifen, um den Betazellverlust zu verlangsamen.
In der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie TN-10 verzögerte Teplizumab das Fortschreiten zu T1D-Stadium 3 bei Erwachsenen und Kindern im Stadium 2 im Vergleich zu Placebo im Median um 2 Jahre, in einer Follow-up-Analyse sogar um 2 bis 3 Jahre. Die Verträglichkeit von Teplizumab wurde auf der Basis von 7 klinischen Studien mit > 1 000 Patientinnen und Patienten mit T1D in Stadium 2 oder 3 bewertet.