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Veränderungen der Glandula thyroidea

Schilddrüse und maligne Knoten

10.2.2023

Jodmangel, aber auch die verfeinerte Ultraschalldiagnostik führen dazu, dass bei nahezu jedem zweiten Erwachsenen in Deutschland knotige Veränderungen der Schilddrüse festgestellt werden.

Die Diagnose ist meist mit der Angst vor einem Schilddrüsenkarzinom verbunden. Doch Daten des Robert Koch-Instituts zufolge liegt die Krebsrate von Knoten der Schilddrüse etwa bei 1 %. Diese Zahl bestätigt nun eine retrospektive Studie von Grußendorf et al., die Daten von 17 592 Patienten mit Schilddrüsenknoten von über 1 cm Durchmesser aus den Jahren 1989 bis 2013 analysierte. Mehr als ein Jahr nachverfolgt wurden 6 731 (1 165 zwischen 10 und 23 Jahren) von ihnen, 1 904 wurden operiert. Bei 155 Patienten konnten Malignome im ersten Jahr histologisch nachgewiesen werden, bei weiteren 25 in den Jahren 2 bis 5 und bei weiteren 9 in den Jahren 6 bis 10. Danach wurden keine weiteren bösartigen Veränderungen festgestellt. Letztendlich entspricht dies einer Malignitätsrate von 1,1 %.

Grußendorf plädierte dafür, diese Zahlen bei der Risikoabschätzung von Knoten zu berücksichtigen – vor allem im Hinblick auf OP-Entscheidungen. Mit jährlich 56 000 Schilddrüsen-OP liegt Deutschland deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e. V., Dezember 2022

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